PFÄFFIKON: «Ich bin enttäuscht von der Polizei»

Vor einem Nachtklub wurde Romy Tilen als Unschuldige die Nase zertrümmert. Nun wirft sie der Polizei vor, nicht sauber ermittelt zu haben.

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(Symbolbild Manuela Matt/Neue SZ)

(Symbolbild Manuela Matt/Neue SZ)

Der Schlag war kurz und heftig, mitten ins Gesicht. Blut, überall Blut, war das Nächste, woran sich Romy Tilen erinnern konnte. Ihre Nase spürte sie nicht mehr.
Es geschah im Mai letzten Jahres, morgens um fünf vor dem Club Mykonos in Pfäffikon. Romy Tilen geriet in eine Rangelei und bekam den Faustschlag ab, der eigentlich ihrem Begleiter galt. Der Täter rannte weg, Romy blieb mit blutender Nase und vier ausgeschlagenen Zähnen zurück.

An die Zeit nach dem Vorfall erinnert sich Romy Tilen nur ungern. «Ich hatte unglaubliche Schmerzen.» Hinzu kam die Enttäuschug über das Verhalten der Kantonspolizei. Fast fünf Monate dauerte es, bis die Zeugen befragt wurden. Die 26-Jährige lieferte der Polizei Name und Adresse des Täters – mit der Hoffnung, dass er bald für seine Tat geradestehen müsse. Doch es dauerte acht Monate, bis sich der Täter auf dem Polizeiposten zeigte. Es sei schwierig gewesen, ihn zu finden, bekam sie später von Seiten der Polizei zu hören. Und: Der Täter sei nicht kooperativ gewesen.

Aus Sicht der Kantonspolizei wurde korrekt vorgegangen: Die Ermittlungen der Polizei können je nach Fall viel Zeit in Anspruch nehmen – insbesondere, was das Befragen von Angeschuldigten betreffe, heisst es.

Ramona Kriese

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.