PFÄFFIKON: OC Oerlikon: Gegenwind und Erholungstendenz

Der Technolo­giekonzern OC Oerlikon hat in den ersten neun Monaten 2009 fast 40 Prozent weniger Umsatz gemacht und über einen Drittel weniger Bestellungen erhalten.

Drucken
Teilen
Impression einer vergangenen Generalversammlung von OC Oerlikon. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Impression einer vergangenen Generalversammlung von OC Oerlikon. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Mit 2,167 Milliarden Franken setzte der Konzern von Januar bis September 39 Prozent weniger um als in der Vergleichsperiode des Vorjahres, wie OC Oerlikon am Donnerstag mitteilte. Der Bestellungseingang ging von 3,502 Milliarden auf 2,290 Milliarden Franken um 35 Prozent zurück und der Bestellungsbestand reduzierte sich um 31 Prozent auf 1,060 Milliarden Franken. Bis im kommenden Sommer werden im Zuge von Restrukturierungen – wie berichtet – weitere 2500 Stellen gestrichen.

Jedoch zeigten sich in den meisten Segmenten im dritten Quartal erste Erholungstendenzen. So wies das frühzyklische Textilmaschinen-Segment im Vergleich zum Vorquartal einen Zuwachs der Bestellungen von über 50 Prozent und ein Umsatzplus von 20 Prozent auf. Auch Oerlikon Coating, Vacuum und Advanced Technologies legten zu. Für das vierte Quartal erwartet Oerlikon in den meisten Segmenten leicht steigende Volumina im Vergleich zum Durchschnitt der ersten drei Quartale 2009.

Die Zahlen für das dritte Quartal übertrafen die Erwartungen der Analysten. Diese zeigten sich jedoch enttäuscht über die Umsätze und Bestellungseingänge der Segmente Drive Systems und Solar. An der Börse legte der Kurs der Oerlikon-Namenaktien kräftig zu und lag zu Börsenschluss bei 79.20 Franken um 9,2 Prozent im Plus.

ap