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PFÄFFIKON: Oerlikon verkauft kleinstes Konzernsegment

Der Industriekonzern Oerlikon trennt sich von seinem Geschäftssegment Advanced Technologies. Die auf Produktionsanlagen für Nanotechnologie, Halbleiter und optische Speichermedien spezialisierte Sparte wird an die in Flums SG ansässige Firma Evatec verkauft.
Das Gebäude der OC Oerlikon in Pfäffikon. (Bild: Keystone (Archiv))

Das Gebäude der OC Oerlikon in Pfäffikon. (Bild: Keystone (Archiv))

Über den Preis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte Oerlikon am Dienstag mit. 2013 erzielte das Segment Advanced Technologies einen Umsatz von 114 Mio. Fr. und einen Betriebsgewinn (EBIT) von 4 Mio. Franken. Zum Ende des dritten Quartals 2014 betrug der Bestellungsbestand allerdings nur noch 21 Mio. Franken, fast 64 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Es ist die kleinste der bislang fünf Sparten von Oerlikon. Die 200 Mitarbeitenden des Segments werden von Evatec übernommen, wie es weiter hiess. Das komplementäre Angebot von Advanced Technologies werde mit den Geschäftsaktivitäten von Evatec zusammengeführt.

Evatec erklärte in einer Medienmitteilung, mit der Übernahme setze das Unternehmen sein rasantes Wachstum fort. Das bestehende Vakuumanlagengeschäft für Dünnfilm-Beschichtungssysteme werde ausgebaut. Evatec wolle Synergien und Prozess Know-how nutzen, um in aufkommenden Wachstumsmärkten wie der Nanotechnologie erfolgreich zu sein.

Evatec war 2004 mit einem Management-Buy-Out entstanden: Andreas Wälti und Marco Padrun übernahmen damals die Sparte Bedampfungsanlagen von Unaxis Balzers - Unaxis ist die Vorgängergesellschaft von Oerlikon.

Tiefgreifender Umbau

Für Oerlikon ist der Spartenverkauf bereits die elfte strategische Transaktion seit 2010. Er soll im ersten Quartal 2015 abgeschlossen sein. Oerlikon bestätigte sogleich die Prognosen für 2014.

«Der Verkauf stellt für Oerlikon einen weiteren Schritt in unserem Bestreben dar, das Portfolio zu fokussieren und ausgewogener auszurichten. Dabei konzentrieren wir uns auf unsere Geschäftsbereiche mit Potenzial für profitables Wachstum», wird Oerlikon-Chef Brice Koch zitiert.

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) schätzte den Verkaufspreis auf rund 50 Mio. Franken. Nach Ansicht der UBS-Analysten ist Oerlikon wohl nicht der richtige Besitzer von Advanced Technologies gewesen, da dieser Bereich die kritische Grösse nicht erreicht habe. Der Verkauf werde Oerlikons Profitabilität stärken. Die Oerlikon-Aktie notierte gegen Mittag denn auch 2,9 Prozent fester.(sda)

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