PFÄFFIKON: Oerlikon will finanzielle Restrukturierung

Der Technologiekonzern Oerlikon hat den Banken einen Restrukturierungsvorschlag unterbreitet, um die Finanzierung nachhaltig sicherzustellen.

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Vladimir Kuznetsov, Präsident des OC Oerlikon-Verwaltungsrates, an der GV im Mai 2008 in Luzern. (Archivbild Chris Iseli/Neue LZ)

Vladimir Kuznetsov, Präsident des OC Oerlikon-Verwaltungsrates, an der GV im Mai 2008 in Luzern. (Archivbild Chris Iseli/Neue LZ)

Der Refinanzierungsvorschlag zu Handen der Syndikatsbanken enthält eine substanzielle Herabsetzung des Aktienkapitals mit anschliessender Kapitalerhöhung, wie die OC Oerlikon Management AG am Dienstag bekannt gab. Die Hauptaktionärin Renova des russischen Oligarchen Viktor Vekselberg, die 45 Prozent am Oerlikon-Konzern hält, ist bereit, an der Kapitalerhöhung teilzunehmen.

Im weiteren sollen die Rückzahlung von bestimmten Krediten gestundet und die Zinssätze verringert werden. Ausserdem wird eine Umwandlung von Teilen der Bankschulden in eine Kapitalbeteiligung an OC Oerlikon vorgeschlagen. Die Finalisierung der Details des Restrukturierungs- und Refinanzierungsprogramms in Zusammenarbeit mit den Syndikatsbanken wird laut Mitteilung bis Ende Februar erwartet. Die anschliessende Kapitalerhöhung ist innerhalb der ersten Jahreshälfte 2010 vorgesehen.

Abschreibung im Solar-Segment
OC Oerlikon gab zudem bekannt, dass im Solar-Segment eine ausserordentliche Abschreibung in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags vorgenommen werde. Management und Verwaltungsrat hätten beschlossen, die Bewertung des Lagerbestands entsprechend anzupassen.

Die Massnahme wurde in der Mitteilung mit einem Technologiesprung in der Herstellung der Produktionsanlagen und im Produktdesign sowie einem weiterhin schwierigen Marktumfeld begründet.

ap