PFÄFFIKON: Soldaten assen in Asbest-verseuchtem Raum

Die Gemeindeverwaltung Pfäffikon hat WK-Soldaten in einer alten Fabrik einquartiert. Ihre Mahlzeiten haben die Soldaten dort in einem mit Asbest verseuchten Speiseraum eingenommen.

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(Symbolbild Keystone)

(Symbolbild Keystone)

Der Raum befinde sich in einer stillgelegten Fabrik, erklärte der stellvertretende Armeesprecher Christoph Brunner. Bei Messungen habe sich herausgestellt, dass in den Wänden des Industriegebäudes Asbest vorhanden sei. Die Luft sei nicht gemessen worden. Der stellvertretende Armeesprecher Christoph Brunner bestätigte einen Bericht der Gratiszeitung «Le Matin Bleu».

Asbest-Zeichen fehlte
Die Räume seien danach mit dem international gebräuchlichen Zeichen für Asbest versehen worden. In dem Speiseraum hätten diese Zeichen gefehlt. Dies sei dem Truppenarzt aufgefallen.

Wie Brunner erklärte, wurde die Mahlzeitenabgabe in den Raum vor Wochenfrist eingestellt. Die anderen Räume der alten Fabrik seien von der Truppe für Tagesaktivitäten, nicht aber zum Schlafen genutzt worden.

Untersuch durch Kantonsarzt
Wegen des Asbests leitete die Armee Abklärungen ein. Der Schwyzer Kantonsarzt untersuche derzeit die Räumlichkeiten. Seine Befunde werde er Oberfeldarzt Gianpiero Lupi mitteilen, sagte Brunner. Divisionär Lupi seinerseits würde gegebenenfalls weitere Massnahmen anordnen.

Die Territorialregion 3 kümmere sich in diesem Fall um das Ausfindigmachen der eventuell betroffenen Wehrleute. Die alte Fabrik sei den Truppen von der Gemeindeverwaltung Pfäffikon als Kantonnement zugewiesen worden, erklärte Brunner weiter.

sda