PFÄFFIKON: Verkauf spült Oerlikon 470 Millionen in die Kasse

Der Industriekonzern Oerlikon hat den Verkauf seines Naturfasergeschäftes an die chinesische Jinsheng Group abgeschlossen. Er erwartet einen Netto-Mittelzufluss nach Transaktionskosten, Abzug von Schulden sowie Steuereffekten von rund 470 Millionen Franken.

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Der Oerlikon-Hauptsitz in Pfäffikon. (Bild Oerlikon/pd)

Der Oerlikon-Hauptsitz in Pfäffikon. (Bild Oerlikon/pd)

Bei der Ankündigung des Verkaufs im vergangenen Dezember war der betroffene Unternehmenswert auf rund 650 Millionen Franken beziffert worden. Die Dekonsolidierung soll im dritten Quartal 2013 erfolgen, wie Oerlikon am Donnerstag weiter mitteilte. Ein Abschreiber sei nicht zu erwarten, hiess es auf Anfrage.

Der Industriekonzern mit Fokus auf Maschinen- und Anlagenbau will sich im Textilgeschäft auf das weniger zyklische Chemiefasergeschäft konzentrieren. Dieses neu «Manmade Fibers» genannte Segment wird laut Mitteilung per sofort von Stefan Kross geleitet. Clement Woon, Leiter des ehemaligen Segments Textile, verlässt den Konzern.

Die verkauften Naturfaser-Geschäftseinheiten erwirtschafteten 2012 einen Umsatz von 1,0 Milliarde Franken und beschäftigten rund 3800 Mitarbeitende. Der Gesamtkonzern kam mit 12'700 Angestellten auf 2,9 Milliarden Franken Umsatz, nachdem der einst finanziell angeschlagene Konzern nach rascher Expansion 2012 auch aus dem Solargeschäft ausgestiegen ist.

Neben Chemiefaser-Textilmaschinen ist das Unternehmen nun auf Industrieantriebe, Vakuumsysteme, Dünnfilm-Beschichtungen und Nanotechnologie spezialisiert. Interims-Konzernchef Jürg Fedier sieht nach dem Verkauf eine gestärkte Finanzposition des Unternehmens für Investitionen in Wachstum und Übernahmen.

sda