PFÄFFIKON: Viel Lob für fleissige Völker

Der Bienenlehrpfad soll die Bevölkerung auf die wichtige Rolle der fleissigen Honigbienen aufmerksam machen. An der Einweihung erhielt das Projekt viel Beifall.

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Viel Engagement für den Bienenlehrpfad (von links): Hans Räber, Gerhard Fasolin und Beat Bachmann. (Bild Ursula Spillmann/Neue SZ)

Viel Engagement für den Bienenlehrpfad (von links): Hans Räber, Gerhard Fasolin und Beat Bachmann. (Bild Ursula Spillmann/Neue SZ)

Pfäffikon hat einen neuen Bienenlehrpfad erhalten. Der 3,5 Kilometer lange Pfad führt durch eine schöne Landschaft mit Obstanlagen, Wald und einem Bach. Der Rundgang beginnt beim Schulhaus Felsenburgmatte und endet beim Berufsbildungszentrum. Auf 14 Thementafeln wird Wissenswertes rund um die Bienenvölker vermittelt. Zudem soll künftig ein Wildbienenhotel mit Hornissenkasten und Hummelvolk betrachtet werden können.

Im Lehrbienenstand am Ende des Rundgangs können Gruppenführungen gebucht werden. Initiant und Projektleiter des Bienenlehrpfades ist Beat Bachmann, Vorstandsmitglied des Imkervereins Höfe. Das Bienenprojekt wurde unter anderem vom Bezirk Höfe und den drei Höfner Gemeinden finanziell unterstützt.

Menschen sollen mehr über Bienen wissen
Er habe vor acht Jahren mit der Imkerei begonnen, sagte Beat Bachmann anlässlich der Einweihungsfeier des neuen Bienenlehrpfades im Berufsbildungszentrum in Pfäffikon. «Schon bald habe ich gemerkt, dass viele Menschen kaum mehr etwas über Bienen wissen.» Dagegen wollte er etwas tun. Im Internet stiess Bachmann auf den Bienenlehrpfad von Gerhard Fasolin im aargauischen Schafisheim. Das Konzept habe ihn überzeugt.

Laut Bachmann sind die Themen so gewählt und beschrieben worden, dass sie auch für Laien gut verständlich sind. Er soll die Besucher sensibilisieren und auf die wichtige Rolle der Honigbiene für die Umwelt aufmerksam machen.

Grosse ökologische Bedeutung und eine lange Geschichte
«Den Bienen geht es nicht gut», sagte Hans Räber, Präsident des Imkervereins Höfe. Viele Bienenvölker sind von der Varroa-Milbe befallen und gehen ein. Gerade im jetzigen Zeitpunkt sei die Eröffnung des Lehrpfades wichtig. Er zeige die ökologische Bedeutung der Honigbiene auf. So werden rund 80 Prozent des Kern- und Steinobstes durch die Bienen bestäubt.

Wer sich mehr mit Bienen befasse, fange zu staunen an, sagte Pater Basil Höfliger, der den Lehrbienenstand einsegnete. Schon vor 3000 Jahren hätten sich Menschen mit der Bienenzucht beschäftigt. Für die Kirche habe die Honigbiene eine spezielle Aufgabe. Sie dient als Wachslieferant für die Kerzen. Gerhard Fasolin, Initiant des ersten Lehrbienenpfades in der Schweiz, beglückwünschte den Imkerverein Höfe zur Umsetzung des Lehrpfades. Er sei ein wichtiger Aspekt, um die Bevölkerung auf die Belange der Bienenzucht zu sensibilisieren.

«Ein Sonntag ohne Honigbrot ist kein richtiger Sonntag»
Der Schwyzer Ständerat Alex Kuprecht wies darauf hin, dass die Honigbiene ein wichtiger Faktor in der Landwirtschaft ist. Sie sichern den Ernteertrag der Landwirte. Nationalrat Pirmin Schwander aus Lachen rühmte die perfekte Staatsstruktur der Bienenvölker. Fleiss und Ausdauer würden zu den bekanntesten Bieneneigenschaften gehören.

Konrad Gmünder, Berater für Obstbau im Kanton Schwyz, bezeichnete die Imkerei als ruhiges und nachhaltiges Hobby und fügte hinzu: «Ein Sonntag ohne Honigbrot ist für mich kein richtiger Sonntag.»

Ursula Spillmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.