Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

PFÄFFIKON: Weil an der Spitze von Reuss Private ersetzt

Die Vermögensverwalterin Reuss Private Gruppe hat den in Italien in Auslieferungshaft sitzenden Konzernchef Raoul Weil ersetzt. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, übernimmt der bisherige Verwaltungsratsvize Felix Brem die operative Führung.
Raoul Weil beteuert seine Unschuld. (Bild: Keystone)

Raoul Weil beteuert seine Unschuld. (Bild: Keystone)

Von seinen Mandaten in den Aufsichtsgremien der Schweizer Tochtergesellschaften von Reuss zieht sich Brem zurück.

Weil hatte am vergangenen Donnerstag in seine Auslieferung an die USA eingewilligt. Der einstige Leiter des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts der UBS muss sich dort einem Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung stellen. Sein Anwalt erwartet, dass Weil entlastet wird, wenn er die Gelegenheit erhält, seinen Fall vor einem Geschworenengericht darzulegen.

Es drohen 5 Jahre Haft

Weil wurde von den US-Behörden 2009 zur Fahndung ausgeschrieben, weil er gemeinsam mit anderen UBS-Führungskräften rund 17'000 US-amerikanischen Bankkunden bei der Steuerhinterziehung geholfen haben soll. Dafür drohen ihm in den USA bis zu fünf Jahre Haft.

Im Oktober wurde der 54-jährige Schweizer in einem Luxushotel in Bologna verhaftet. Seither wurde er in einem italienischen Gefängnis festgehalten. Die Richter haben die Anträge seiner Anwälte auf Hausarrest wiederholt abgelehnt.

Für Kunden in den USA verantwortlich

Weil arbeitete seit 2010 bei der vor allem in der Schweiz und Deutschland tätigen Reuss Private. Anfangs 2013 wurde er zum Konzernchef der Vermögensverwaltungsgruppe ernannt. Von 2002 bis 2007 war Weil Leiter des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts der UBS und damit auch für die grenzüberschreitende Betreuung von Kunden in den USA verantwortlich.

2007, als Marcel Rohner Peter Wuffli an der Konzernspitze der UBS ablöste, rutschte Weil auf Rohners Position nach und stieg als Chef der ganzen Vermögensverwaltungssparte in die oberste Konzernleitung auf.

Vorwürfe stets zurückgewiesen

Raoul Weil schied aber sehr schnell nach der Anklage in den USA aus der Bank aus. Bei seinem Abgang 2009 erklärte die UBS, Weil verlasse die Bank, um sich ganz auf seinen Gerichtsfall in Florida zu konzentrieren. Nach dem Weggang tauchte Weil unter. Der Banker hat die Vorwürfe gegen ihn stets zurückgewiesen.

Weil ist der bisher ranghöchste Schweizer Banker im Visier der Amerikaner. Diverse Medien mutmassten, dass er nun entweder eine Gefängnisstrafe in Kauf nehmen oder den US-Behörden weitere Verantwortliche verraten müsse.

sda

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.