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Pfarrei-Initiative: Bischof fordert Antworten

Warum unterstützen Seelsorgerinnen und Seelsorger des Bistums Chur die Pfarrei-Initiative? Bischof Vitus Huonder fordert von seinen Angestellten nun Antworten.
Die Pfarrei-Initiative nimmt in Kauf, dass man den Beteiligten Ungehorsam vorwirft (Symbolbild Corinne Glanzmann / Neue LZ).

Die Pfarrei-Initiative nimmt in Kauf, dass man den Beteiligten Ungehorsam vorwirft (Symbolbild Corinne Glanzmann / Neue LZ).

Rund 60 Mitarbeiter des Bistums Chur haben bislang die reformerische Pfarrei-Initiative unterschrieben. Von ihnen allen will Bischof Vitus Huonder nun wissen, warum sie die Initiative unterstützen. Entsprechend hat er an diese Mitarbeiter gemäss Mitteilung des Bistums dieser Tage einen Brief versandt mit der Aufforderung, ihm bis am 15. Januar eine entsprechende Antwort zu übermitteln. Mindestens bis zu diesem Zeitpunkt werden allfällige Personalentscheide bei involvierten Bistumsmitarbeitern ausgesetzt.

Pfarrei-Initiative: Bischof Huonder setzt Antwortfrist
Ob die Supporter der Pfarrei-Initiative mit Konsequenzen zu rechnen haben, allenfalls deren Lehrerlaubnis vom Bischof nicht erneuert wird, sei offen, wie Bistumssprecher Giuseppe Gracia auf Anfrage sagt. «Bischof Huonder bemüht sich nun um mehr direkte Informationen der Sympathisanten der Initiative. Die Ausführungen allein der Kerngruppe, die sich mit den Bischöfen ausgetauscht hatte (am 26. November; d. Red.), reicht ihm nicht», so Gracia.

Gemäss den Schweizer Bischöfen führt eine Seelsorgepraxis, die im Widerspruch zum kirchlichen Lehramt steht, in eine Sackgasse. Diese Sichtweise hatten die Bischöfe am 5. Dezember öffentlich gemacht. Will heissen: Die Aufforderung zum Ungehorsam gegenüber der Kirchenführung, wie sie von der Pfarrei-Initiative propagiert wird, wird von den Bischöfen nicht akzeptiert. Für Vitus Huonder ist es vor allem auch vor dem Hintergrund der kollektiv ablehnenden Haltung der Schweizer Bischöfe wichtig, «die Beweggründe der Unterzeichnenden genauer zu verstehen».

Zum Bistum Chur gehören die Zentralschweizer Kantone Schwyz, Uri, Nid- und Obwalden.

Jérôme Martinu / Neue LZ

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