PFLANZEN: Neophyten den «Lätsch» zeigen

Die Gemeinde Sattel hat gestern eine spezielle Aktion gestartet. Sie will die Einwohner damit auf ein Problem aufmerksam machen.

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Geni Widrig und Albert Holdener (rechts) markieren in Sattel Stellen mit Neophyten. Das Lätsch-Smiley markiert hier einen Kirschlorbeer. (Bild: Irene Infanger / Neue SZ)

Geni Widrig und Albert Holdener (rechts) markieren in Sattel Stellen mit Neophyten. Das Lätsch-Smiley markiert hier einen Kirschlorbeer. (Bild: Irene Infanger / Neue SZ)

Knallgelb leuchtend, gucken die Täfelchen mit ihren «lätschenden» Smilies aus den Gebüschen hervor: egal ob bei der Kirche, im Garten des Gemeindehauses oder auf privaten Grundstücken. Am Montag hat Geni Widrig, Fachbegleiter der Gemeinde Sattel, mit Unterstützung von Gemeindemitarbeiter Arnold Holdener im ganzen Dorf nach sogenannten invasiven Neophyten Ausschau gehalten und sie mit einem Lätsch-Smiley markiert. Mit dieser Aktion startet die Gemeinde Sattel eine von insgesamt drei Aktionen zum Thema Neophyten. Diese Kampagnen stehen im Zusammenhang mit Aktionstagen, die vom 20. bis 22. Juni in der ganzen Schweiz durchgeführt werden (www.arten-ohne-grenzen).

«Wir wollen damit nicht zeigen, dass etwas falsch gemacht wurde, sondern darauf aufmerksam machen, wie diese aussehen», so Geni Widrig. Obwohl es diverse Info-Broschüren zu dieser Thematik gibt, wissen viele nicht, dass auch in ihren Gärten fremde Pflanzen vorkommen. «Aufklärung ist dringend nötig», betont Widrig und ergänzt: «Wir hoffen die Bevölkerung schätzt dies und sieht die Aktion nicht als Affront.» Bis zum 21. Juni bleiben die Smiley-Tafeln stehen, dann sollen sie, wie die dortigen Neophyten, entfernt werden. Zumindest auf den öffentlichen Anlagen. Auf Privatgrundstücken müssen die Eigentümer aktiv werden.

Irene Infanger

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