PH Luzern und Zug sollen Synergien nutzen

Die beiden Pädagogischen Hochschulen Luzern und Zug sollen auch nach Auflösung des PHZ-Konkordats im Sommer 2013 eng zusammenarbeiten. Im Zentrum stehen die Nutzung von Synergien und die Koordination der Angebote.

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Die Pädagogischen Hochschule (PH) in Luzern entsendet dieses Jahr 235 Absolventen von der Ausbildung in die Berufspraxis. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die Pädagogischen Hochschule (PH) in Luzern entsendet dieses Jahr 235 Absolventen von der Ausbildung in die Berufspraxis. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Per 31. Juli 2013 existieren die drei heutigen PHZ-Teilschulen Luzern, Schwyz und Zug – als Folge der Auflösung des Zentralschweizer PHZ-Konkordats – nicht mehr. Per 1. August soll der Betrieb der neuen, in öffentlich-rechtliche Anstalten überführten Teilschulen, an den jeweiligen Standorten aufgenommen werden.

Trotz Auflösung des Konkordates sind die beiden künftig autonom operierenden Hochschulen PH Luzern und PH Zug am Fortbestand einer Zusammenarbeit interessiert. Falls die jeweiligen kantonalen PH-Gesetze in Kraft treten, soll auch ein Zusammenarbeitsvertrag wirksam werden.

Die beiden Bildungsdirektoren Reto Wyss (Luzern) und Stephan Schleiss (Zug) haben am Donnerstag in Luzern eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Gegenseitige Unterstützung

Laut Mitteilung der Luzerner und der Zuger Regierung vom Donnerstag, soll die Bildungsregion Zentralschweiz von dieser Zusammenarbeit profitieren. Auf regionaler Ebene könne durch eine Zusammenarbeit das Synergiepotential genutzt und eine Koordination der Angebote vereinfacht werden.

So können die PH Zug und auch die gemeindlichen Schulen des Kantons Zug von den an der PH Zug nicht angebotenen Studiengängen für Sekundarlehrpersonen und für die schulische Heilpädagogik der PH Luzern profitieren. Die PH Luzern erhält mit der PH Zug eine Partnerin, welche im Forschungsbereich zusätzliche Schwerpunkte abdeckt.

Bereits in der Vergangenheit haben Luzern und Zug im Bereich der Ausbildung vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe I eng zusammengearbeitet und Synergien genutzt. Gemäss den Bildungsdirektoren Reto Wyss und Stephan Schleiss besteht zwischen den beiden Hochschulen eine tragfähige Basis, auf der sich beide Hochschulen sowohl autonom als auch in Zusammenarbeit etablieren und weiterentwickeln können.

Standortbestimmung nach vier Jahren

Die Vereinbarung lasse Raum für regionale Freiheiten, komme ohne gemeinsame Organe aus und generiere keine direkten Kosten, hoben die beiden Bildungsdirektoren hervor. Die Laufzeit ist auf fünf Jahre befristet. Nach vier Jahren erfolgt eine Standortbestimmung.

Im August 2013 nimmt auch die Pädagogische Hochschule Schwyz (PHSZ) in Goldau ihren Betrieb auf. Eine ähnliche Zusammenarbeit wie sie Zug und Luzern nun besiegelten, besteht jedoch (noch) nicht.

Dies, obwohl die unterzeichnete Vereinbarung weitere Zusammenarbeiten mit anderen Pädagogischen Hochschulen nicht ausschliesst. Stephan Schleiss sagte: «Wir sind grundsätzlich offen. Auch für den Kanton Schwyz.» Der Luzerner Bildungsdirektor nickte bestätigend.

pd/bep/sda