Pharmakonzern aus Lachen zieht doch nicht nach Merlischachen

Die Octapharma AG verlegt ihren Hauptsitz doch nicht. Nun ist offen, was mit der Räber-Liegenschaft in Küssnacht passiert.

Stefan Grüter
Hören
Drucken
Teilen
Die Räber AG bleibt am jetzigen Standort in Merlischachen, bis ihr Neubau im Küssnachter Industriegebiet Fänn fertigerstellt ist.

Die Räber AG bleibt am jetzigen Standort in Merlischachen, bis ihr Neubau im Küssnachter Industriegebiet Fänn fertigerstellt ist.

Bild: Edith Meyer

Der Pharmakonzern Octa­pharma AG bleibt in Lachen. Mehr als zehn Jahre hat der international tätige Konzern in Ausserschwyz einen Standort für einen neuen Hauptsitz gesucht. «Jetzt ist dies gelungen, und zwar in Lachen», so Wolfgang Marguerre, der Gründer und Verwaltungsratspräsident der Octapharma-Gruppe.

Noch im Juli liess das Unternehmen mitteilen, dass der Platz in Lachen zu klein geworden sei, weshalb im innerschwyzerischen Merlischachen die Liegenschaft Räber auf der Grossmatt am Vierwaldstättersee gekauft worden sei.

Fünf Parzellen am Seeplatz

Dieser Tage sind mit vier Liegenschaftsbesitzern Kaufverträge über vier Gebäude am Seeplatz/Kreuzplatz in Lachen unterzeichnet worden. Diese Liegenschaften sollen abgebrochen und an deren Stelle soll ein repräsentativer Hauptsitz für die derzeit 105 Mitarbeitenden des weltweit tätigen Unternehmens erstellt werden. Damit gelingt es dem Unternehmen, die fünf Standorte, in denen es zurzeit in Lachen eingemietet ist, zusammenzulegen. Gleichzeitig wird Platz für das weitere Wachstum des Unternehmens geschaffen. Octapharma rechnet damit, den neuen Hauptsitz am Seeplatz in Lachen im Jahr 2023 beziehen zu können. Noch ist offen, was mit der bereits erworbenen Liegenschaft Räber in Merlischachen geschieht. «Lachen ist immer unser bevorzugter Standort gewesen. Ich freue mich, unseren Mitarbeitenden somit hier eine langfristige Perspek­tive bieten zu können», so Marguerre weiter.

Als «eine erfreuliche Weihnachtsüberraschung» bezeichnete der Lachner Gemeindepräsident Pit Marty am Freitag die ­Mitteilung, dass der Octa­pharma-Hauptsitz in Lachen bleibt und entsprechende Räumlichkeiten realisiert werden können. «Erfreulich insofern, als dass es gelungen ist, die Arbeitsplätze in Lachen zu behalten», so Marty.

Wahl des Standorts ist «ein Gewinn für die Gemeinde»

Die Gemeinde habe den Prozess zur Suche eines passenden Standortes begleitet. Marty bezeichnete die Wahl des jetzigen Standortes auch als «Gewinn für die Gemeinde». Am Seeplatz sind, unabhängig von der Standortwahl von Octapharma, Projekte – Mehrzweckhalle, Schulraumerweiterung, Tiefgarage und Neugestaltung des Seeplatzes – aufgegleist, die den ganzen Platz aufwerten werden. «Diese Aufwertung dürfte auch für Octapharma einen Gewinn darstellen, und für uns dürfte der Hauptsitzneubau eine architektonische Verschönerung mit sich bringen», ist Gemeindepräsident Marty überzeugt. Wolfgang Marguerre dazu: «Ich freue mich sehr, dass wir unseren neuen Hauptsitz jetzt in Lachen bauen können und damit unsere über 20 Jahre dauernde Verbundenheit mit der Gemeinde und der Region fortsetzen werden.»