PICASSO-RAUB PFÄFFIKON: Jetzt wehren sich die gefilmten Brüder

Die zwei jungen Männer, die von der Polizei im Zusammenhang mit dem Raub von zwei Picasso-Gemälden in Pfäffikon gesucht worden waren, wollen rechtliche Schritte wegen der Veröffentlichung ihres Konterfeis prüfen.

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Eines der im Internet publizierten Fotos einer Überwachungskamera. (Bild Kapo Schwyz, Gesichter von der Zisch-Redaktion unkenntlich gemacht)

Eines der im Internet publizierten Fotos einer Überwachungskamera. (Bild Kapo Schwyz, Gesichter von der Zisch-Redaktion unkenntlich gemacht)

Am Donnerstag waren in den Medien Bilder der beiden Brüder zu sehen, die eine Überwachungskamera im Eingangsbereich des Seedamm-Kulturzentrums in Pfäffikon aufgenommen hatte. Rolf und Martin S. aus Pfäffikon zeigten sich gegenüber Tele Züri «schockiert» darüber. Sie hätten mit dem Raub der Gemälde nichts zu tun. Trotzdem kenne nun die ganze Schweiz ihr Gesicht, ihr Ruf sei geschädigt.

Unklare Polizeiangaben
Die Kantonspolizei Schwyz betrachtet die beiden als «Auskunftspersonen» zum Fall, wie Sprecher Florian Grossmann gestern betonte. Die Polizei hatte das Bildmaterial den Medien zugestellt in der Hoffnung, Informationen über die Identität der beiden jungen Männer zu erhalten. Was die Jugendlichen mit dem Raub der Gemälde «Verre et pichet» und «Tête de cheval» zu tun haben, ob sie sogar die Diebe sein könnten, ging aus dem Polizei-Bulletin nicht klar hervor.

Florian Grossmann kann den Ärger der beiden Brüder nachvollziehen. Allerdings hätten sich die Fahnder in einer Zwickmühle befunden. «Einerseits wollten sie die beiden Jugendlichen finden, andererseits war klar, dass eine Öffentlichkeitsfahndung heikel sein kann.

küm./Neue SZ