PIUS SEGMÜLLER: «Diese Massnahme ist ein Blödsinn»

Anwohner müssen Fenster und Vorhänge schliessen, wenn der russische Staatschef vorbeifährt. Pius Segmüller hält nichts von dieser Anordnung.

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Pius Segmüller. (Bild EQ)

Pius Segmüller. (Bild EQ)

«Ich halte diese Massnahme für einen Blödsinn», spricht der Luzerner Nationalrat und Sicherheitsexperte Klartext. «Auf jeden Fall ist sie unverhältnismässig», sagt Pius Segmüller, der selber schon als Chef der Schweizergarde in Rom mit der Sicherheit von Staatsgästen beauftragt war.

Er bezeichnet die Forderungen der Russen nach speziellen Sicherheitsvorkehrungen als ein Misstrauensvotum gegenüber der Schweiz. «Das ist in gewisser Weise eine Desavouierung des Gastlandes. Es wird impliziert, die Schweiz könne die Sicherheit nicht gewährleisten», so Segmüller.

In der Gemeinde Schwyz wird den Anwohnern und den Arbeitstätigen entlang der voraussichtlichen Route des Staatspräsidenten vorgeschrieben, sie müssten die Fenster schliessen und die Vorhänge ziehen, wenn Dmitri Medwedew vorbeikomme. Betroffen wäre wohl ein Rayon von hundert Metern um das Bundesbriefarchiv.

Erich Aschwanden

Das ausführliche Interview mit Segmüller lesen Sie am Samstag im Tagesthema der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.