Platz in den Gefängnissen wird knapp

In der Zentralschweiz gibt es nicht genügend Gefängnisplätze. Im Grosshof in Kriens werden Einzelzellen sogar doppelt belegt.

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Grosshof-Gefängnisdirektor Hanspeter Zihlmann sitzt in einer Einzelzelle mit Doppelbelegung. (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)

Grosshof-Gefängnisdirektor Hanspeter Zihlmann sitzt in einer Einzelzelle mit Doppelbelegung. (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)

«Wir haben zu wenig Zellen und zu wenig Räume für Sport, Bewegung und Arbeit», sagt Hanspeter Zihlmann, Direktor des Haft- und Untersuchungsgefängnisses Grosshof in Kriens. «Dies kann zu einem grösseren psychischen Druck und zu mehr Gewalt unter den Gefangenen führen.» Der Grosshof wurde für 74 Gefangene konzipiert. Heute sind hier 88 Gefangene untergebracht, bis zu 92 Gefangene können maximal aufgebnommen werden, bis im August sollen es 97 sein. Einzelzellen werden im Grosshof doppelt belegt, Doppelzellen vierfach, Nebenräume wurden zu Zellen umgebaut – alles Massnahmen, die sich am Rande der Legalität bewegen: Sowohl die gesetzlichen Normen für die Zellengrössen wie auch für das Betreuungsverhältnis werden verletzt. Da bis 2015 ein Ausbau auf 104 Plätze geplant ist, wird dies für kurze Zeit toleriert.

Kaum besser sieht es in den weiteren Gefängnissen der Zentralschweiz aus. So befinden sich in der Strafanstalt Bostadel in Menzingen derzeit 114 Häftlinge, Platz hat es für 118. Gar bis auf den letzten Platz gefüllt sind die Strafanstalt Wauwilermoos, Egolzwil (61) und das Untersuchungs- und Strafgefängnis Stans (25). Nicht ganz so akut ist Platznot in der Strafanstalt Zug (30 Häftlinge/37 Plätze), im Kantonsgefängnis Schwyz, Biberbrugg (28/38) und im Kantonalen Gefängnis Sarnen (5/8).

Luzia Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.