POLITIK: Schwyzer wählen Regierung und Parlament

Am heutigen Sonntag wählt das Schwyzer Stimmvolk das 100-köpfige Parlament und die sieben Mitglieder des Regierungsrats neu. Ab 12.30 Uhr werden die ersten Resultate erwartet.

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Das Rathaus in Schwyz. (Archivbild: Werner Schelbert (Schwyz, 25. Januar 2016))

Das Rathaus in Schwyz. (Archivbild: Werner Schelbert (Schwyz, 25. Januar 2016))

Die bisherige Schwyzer Regierung besteht aus Vertretern der SVP (3 Sitze), CVP (2) und FDP (2). Nun treten zwei Regierungsräte nicht mehr an. Walter Stählin (SVP) und Kurt Zibung (CVP) wollen jüngeren Kräften Platz machen.

Neben den fünf Bisherigen André Rüegsegger (SVP), Andreas Barraud (SVP), Petra Steimen (FDP), Kaspar Michel (FDP) und Othmar Reichmuth (CVP) versuchen sechs neue Kandidaten den Sprung in die Exekutive. Es sind dies René Bünter (SVP), Andreas Meyerhans (CVP), Michael Stähli (CVP), Paul Furrer (SP), Birgitta Michel Thenen (Grüne) und Roland Urech (parteilos).

Andreas Barraud analysiert die Ergebnisse. (Bild: Keystone)
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Paul Furrer, SP, schaffte die Wahl in den Regierungsrat nicht. (Bild: Keystone)
Der Gesammtregierungsrat mit Rene Bünter (SVP), Kaspar Michel (FDP), Petra Steimen-Rickenbacher (FDP), Othmar Reichmuth (CVP), Andreas Barraud (SVP), André Rüegsegger (SVP) und Michael Stähli (CVP). (Bild: Keystone)
Neu gewählt: René Bünter (SVP). (Bild: Keystone)
Neu gewählt: Michael Stähli (CVP). (Bild: Keystone)
Die beiden CVP-Kandidaten Michael Stähli (rechts) und Andreas Meyerhans lieferten sich ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen um den letzten Regierungsratssitz. (Bild: Keystone)
Hier treffen die Wahlresultate aus den Gemeinden ein.
So feiern Kandidaten: Die Getränkekarte.
Sicher ist sicher: Angehörige der Kantonspolizei sind ebenfalls vor Ort. (Bild: Geri Holdener, Bote der Urschweiz)
Die Türen zum Wahlzentrum sind offen. (Bild: Geri Holdener, Bote der Urschweiz)
Regierungsratswahlen im Kanton Schwyz, obere Reihe von links: André Rüegsegger (SVP, bisher), Andreas Barraud (SVP, bisher), Othmar Reichmuth (CVP, bisher), Kaspar Michel (FDP, bisher). Mittlere Reihe von links: Michael Stähli (CVP, neu), René Bünter (SVP, neu), Paul Furrer (SP, neu) und Roland Urech (parteilos, neu). Untere Reihe von links: Petra Steimen-Rickenbacher, (FDP, neu), Birgitta Michel Thenen (Grüne, neu) und Andreas Meyerhans (CVP, neu). (Bild: Bote der Urschweiz)

Andreas Barraud analysiert die Ergebnisse. (Bild: Keystone)

 

Seit vier Jahren ist die Schwyzer Regierung in den Händen der bürgerlichen Parteien. 2012 hatte die SP ihren Sitz an die SVP verloren. SP und Grüne versuchen nun mit gegenseitiger Unterstützung die Rückkehr in die Regierung.

Die SVP will ihre drei Sitze verteidigen, die FDP ihre zwei. Gemeinsam wollen sie verhindern, dass die CVP einen dritten Sitz erobert. Diesen hatte die CVP 2010 an die FDP verloren.

Neues Wahlsystem

Neu vergeben werden auch die 100 Sitze im Kantonsparlament. Dabei kommt im Kanton Schwyz auf Geheiss des Bundesgerichts erstmals ein neues Wahlrecht zur Anwendung. Mit der Methode Doppelter Pukelsheim entscheidet neu der Wähleranteil jeder Partei im ganzen Kanton, wie viele Mandate eine Partei im Kantonsrat erhält. Vom neuen System dürften eher die kleineren Parteien profitieren.

Die SVP war bisher mit 35 Sitzen stärkste Kraft in der Legislative. Zweitstärkste Fraktion ist die CVP (30 Sitze, davon 1 GLP) gefolgt von der FDP (24, davon 1 Parteilos) und der SP (11, davon 1 Grüne). (sda)