POLIZEIKONTROLLE: Sattel: Geschlachtet – oder aber geschächtet?

Medienberichten zufolge haben in Sattel «illegale Schächtungen» stattgefunden. Solche eindeutigen Schlüsse will die Kantonspolizei Schwyz jedoch im Moment nicht ziehen.

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Sattel aus der Luft. (Karte mapsearch.ch)

Sattel aus der Luft. (Karte mapsearch.ch)

«Wir können bestätigen, dass wir aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung zusammen mit dem Kantonstierarzt im Zusammenhang mit möglichen Schächtungen und Schlachtens in dazu nicht geeigneten Räumen eine Kontrolle durchgeführt haben», sagt David Mynall, Sachbearbeiter Information bei der Kantonspolizei Schwyz, auf Anfrage. «Ob geschächtet und geschlachtet wurde, wird zurzeit untersucht.» Aufgrund der laufenden Ermittlung sei zurzeit keine Medienorientierung vorgesehen.

Potenzielle Käufer vor Ort
Die besagte Razzia hat am letzten Freitag stattgefunden. «Ein Schaf war bereits tot, 16 wei­tere Tiere wurden lebend ange­troffen», sagt Josef Risi, Kantonstierarzt der Urkantone gegenüber der Gratiszeitung, die sich auf einen Artikel im «Boten der Urschweiz» beruft. Auch seien potenzielle muslimische Fleischkäufer vor Ort gewesen.

Die Schächtungen sollen anlässlich des viertägigen Islamischen Opferfestes stattgefunden haben. Gemäss einem Eintrag in der Online-Enzyklopädie Wikipedia ist für alle gläubigen Muslime weltweit Pflicht, zur Feier des Festes ein Tier zu opfern, sofern sie es sich finanziell leisten können. Das Schächten ist vom Standpunkt des Tierschutzes her umstritten. In der Schweiz ist das Schächten von Säugetieren verboten.

scd