Polizeikorps spannen intensiver zusammen

Die Zentralschweizer Kantone intensivieren die Zusammenarbeit im Bereich Polizei. So sollen Aufgaben an andere Kantone delegiert und gemeinsame Dienstgruppen gebildet werden können. Auch eine Vereinheitlichung der Uniformen ist geplant.

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Eine Patrouille der Luzerner Polizei unterwegs in Udligenswil. (Symbolbild) (Bild: Pius Amrein/LZ)

Eine Patrouille der Luzerner Polizei unterwegs in Udligenswil. (Symbolbild) (Bild: Pius Amrein/LZ)

Die Zentralschweizer Kantone haben das revidierte Polizeikonkordat Zentralschweiz gutgeheissen und sprechen sich damit für eine intensivere Zusammenarbeit aus, wie die Zentralschweizer Regierungskonferenz mitteilt. Das Konkordat wurde am Montag in Kraft gesetzt. Es wurde im Rahmen des Pilotprojekts »Polizei XXI« erarbeitet und bildet die rechtliche Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit der Zentralschweizer Polizeikorps. Gegenwärtig stehen die Bereiche Logistik, Intervention, Ordnungsdienst und Einsatzleitzentralen im Zentrum der polizeilichen Kooperation.

Aufgaben delegieren und Dienstgruppen bilden

Die bewährte Zusammenarbeit der Zentralschweizer Polizeikorps bei Grossereignissen - zum Beispiel bei der 1. Augustfeier auf dem Rütli, bei Sportveranstaltungen und bei Demonstrationen - wird auf der neuen rechtlichen Grundlage weitergeführt und ausgebaut. Neu wird es beispielsweise möglich sein, gegen Entschädigung Aufgaben an einen anderen Kanton zu delegieren oder eine gemeinsame Dienstgruppe für die Erfüllung bestimmter Aufgaben zu bilden. Eine engere Zusammenarbeit wurde zusätzlich in den Bereichen Logistik, Intervention, Ordnungsdienst und Einsatzleitzentralen vereinbart.

Gemeinsame «virtuelle» Einsatzzentrale

Die Uniformen der sechs Zentralschweizer Polizeikorps werden vereinheitlicht und ab 2012 gemeinsam beschafft. Dadurch können die Beschaffung und Lagerung vereinfacht und die Beschaffungskosten gesenkt werden.
In den Bereichen Intervention und Ordnungsdienst wollen die Polizeikorps vor allem bei der Organisation, der Ausbildung und bei der Ausrüstung enger zusammenarbeiten. 2011 und 2012 werden in einem Pilotprojekt die Möglichkeiten einer «virtuellen» gemeinsamen Einsatzleitzentrale abgeklärt. Geprüft werden beispielsweise die Umleitung von Anrufen im Überlastungsfall oder komplette Umleitungen zu anrufarmen Nachtzeiten.

pd/bep