POLYCOM: Neues Funksystem für 32,5 Millionen Franken

Der Regierungsrat beantragt für die Beschaffung eines neuen Funksystems einen Verpflichtungskredit von rund 32,5 Millionen Franken.

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Polizei, Feuerwehr und Sanität (hier bei einer Übung im April 2008) erhalten mit Polycom ein gemeinsames Funknetz. (Archivbild Erhard Gick/Neue SZ)

Polizei, Feuerwehr und Sanität (hier bei einer Übung im April 2008) erhalten mit Polycom ein gemeinsames Funknetz. (Archivbild Erhard Gick/Neue SZ)

Das Einrichten des sogenannten «Polycom»-Teilnetzes für den Kanton Schwyz erfordert Investitionen. Daher beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat einen Kredit von rund 32,5 Millionen Franken, teilt die Staatskanzlei Schwyz mit. Rund ein Drittel des Kredits wird vom Bund übernommen. Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf rund 0,9 Millionen Franken, welche vom Kanton nach einem Verteilschlüssel an die beteiligten Organisationen verrechnet werden.

«Polycom» ist die Kurzform für «Polyvalente Communication» und steht für das Sicherheitsnetz Funk, durch das Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit eine gemeinsame Kommunikationsplattform erhalten.

Bisher Kommunikations-Engpässe im Ernstfall
Bisher verfügen Organisationen wie die Polizei, Feuerwehren, Sanitätsdienst, Zivilschutz und Militär über eigene Kommunikationssysteme, die keine direkte Verbindung untereinander oder mit der Aufgebotsstelle ermöglichen. Wie die Staatskanzlei weiter schreibt, ist dies «eine untaugliche Lösung». So entstehen zum Beispiel bei gleichzeitig auftretenden Ereignissen bei der Kantonspolizei Kommunikationsengpässe.

Da «Polycom» ein national einheitliches Funksystem ist, können Verbindungen auch interkantonal sowie mit Bundesstellen (wie zum Beispiel dem Militär) hergestellt werden.

ana