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Der Pöstler nimmt das Pet mit – Testphase in Horw und Cham läuft

Neu holen Postboten unter anderem in den Gemeinden Horw und Cham leere PET-Flaschen ab, was den Gang zur Sammelstelle für den einzelnen Verbraucher erübrigt. Das Pilotprojekt dauert noch bis im September 2019.
Sandra Peter
Rolf Jans ist einer der Pöstler, die die Pet-Säcke in Horw abholen. (Bild: PD)

Rolf Jans ist einer der Pöstler, die die Pet-Säcke in Horw abholen. (Bild: PD)

Seit April sammeln die Postboten in fünf Schweizer Gemeinden PET-Flaschen ein, unter anderem in Horw und Cham. Das Pilotprojekt von PET Recycling Schweiz und der Post soll zeigen, ob das Bedürfnis für diese Form der Abholung besteht. «PET-Recycling Schweiz kann die Rücklaufquote von PET-Getränkeflaschen bei gutem Verlauf erhöhen und die Post geht mit oder ohne PET-Flaschen jeden Tag in jeder Haushaltung vorbei», erklärt Jean-Claude Würmli, Geschäftsführer von PET-Recycling Schweiz in einer Medienmitteilung.

Die Einsammlung der Säcke erfolgt gemäss der Post während der normalen Zustellungstour der Briefe und nicht mit separaten Fahrten. So sollen Leerfahrten vermieden werden. Für das Pilotprojekt wurden die speziellen Sammelsäcke mit einem Bar-Code versehen.

Mehrere hundert Haushalte angemeldet

Das Ganze sei gut angelaufen, sagt Anastazija De Carlo, Projektleiterin von PET Recycling Schweiz:

«Die Beteiligung entspricht den Erwartungen.»

Insgesamt hätten mehrere hundert Haushalte je 5 Säcke bezogen. Um eine Bilanz zu ziehen sei es aber noch zu früh, die Testphase dauere insgesamt sechs Monate, führt De Carlo weiter aus. Ein paar Zahlen nennt sie aber doch:

«Sieben Prozent aller verkauften Säcke wurden bereits durch die Postboten eingesammelt.»

Prozentual am meisten Anmeldungen für die Sammelsäcke, im Verhältnis zu den gemeldeten Haushalten in einer Gemeinde, seien bisher aus Ennetbaden im Kanton Zürich eingegangen. Im Mittelfeld dahingehend liegen gemäss De Carlo Horw und Cham. Bei einem anderen Wert liegt die Zentralschweiz jedoch an der Spitze:

«In Horw wurde bisher der grösste Anteil der verkauften Säcke auch wieder eingesammelt.»

Auch aus Sicht der Post ist das Projekt erfolgreich gestartet. «Die Abholung der Säcke beim Briefkasten bewährt sich bisher gut», so Mediensprecherin Jacqueline Bühlmann. Auf die Frage nach den Reaktionen der Bevölkerung sagt Bühlmann: «Von unseren Pöstlerinnen und Pöstlern in den Pilotgebieten haben wir bisher positive Rückmeldungen erhalten.»

Neue Dienstleistungen sollen klassisches Geschäft ergänzen

Postboten übernehmen nebst dem Zustellen der Briefe in jüngster Zeit vermehrt Zusatzaufgaben (s. Box am Ende des Textes). Dazu erklärt Bühlmann: «Die Kernaufgabe und erste Priorität des Zustellpersonals ist und bleibt die zuverlässige Zustellung von Sendungen». Die Briefmengen würden aber laufend zurück gehen.

«Ziel der Post ist es, mit neuen Dienstleistungen das postalische Kerngeschäft zu ergänzen und zu stützen.»

Nach dem Pilottest mit PET Recycling Schweiz werde man gemeinsam entscheiden, ob und in welcher Form die Zusammenarbeit weitergeführt werde, so die Mediensprecherin der Post.

In der Schweiz können leere PET-Getränkeflaschen auch nach wie vor an über 50'000 Sammelstellen gratis entsorgt werden. Gemäss PET Recycling Schweiz gelangen so rund 83 Prozent der verkauften Flaschen in den Wiederverwertungs-Kreislauf. Das Projekt ist eine Ergänzung dazu.

Das Pilotprojekt dauert noch bis Ende September 2019, eingesammelt werden diese Säcke aber noch bis Ende 2019 durch die Postboten. Nebst Horw und Cham zählen auch Ennetbaden (AG), Kloten (ZH) und Le Grand-Saconnex (GE) zu den Testgemeinden.

So funktioniert die PET-Sammlung der Post

Wer möchte, dass der Postbote leere PET-Flaschen mitnimmt, bestellt online spezielle Sammelsäcke. Ein 35-Liter-Sack kostet 2,50 Franken, die Mindestbestellmenge liegt bei 5 Säcken. Der mit leeren PET-Flaschen gefüllte Sack wird beim Briefkasten deponiert. Der Postbote nimmt bei der nächsten Zustellung den deponierten Sack mit und sorgt dafür, dass die Flaschen ins fachgerechten Recycling gelangen. Die Postboten nehmen nur die für den Pilottest gekauften Säcke mit. Alle anderen Säcke lassen sie stehen.

Weitere Sammel-Projekte der Post

Die Post sammelt bereits Nespresso-Kapseln in der gesamten Schweiz sowie Texaid-Altkleidersäcke ein. In Pieterlen (BE) sammelt die Post auch Altpapier ein. Noch bis am 25. Mai 2019 läuft in Gossau (SG ) und Luterbach (SO) ein Pilottest, bei dem die Post Gebrauchtwaren für Brockis der Heilsarmee einsammelt.

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