Prämien sind weiterhin unterdurchschnittlich

Die Krankenkassenprämien steigen in der Zentralschweiz zwar überdurchschnittlich, sie bleiben aber verhältnismässig günstig. Nidwalden hat die tiefsten Prämien schweizweit. Obwalden hat eine nur unterdurchschnittliche Verteuerung.

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Die Grafik des Amts für Gesundheit Uri zeigt: alle Zentralschweizer Kantone liegen bei der Durchschnittsprämie unter dem Schweizer Mittelwert. (Bild: PD)

Die Grafik des Amts für Gesundheit Uri zeigt: alle Zentralschweizer Kantone liegen bei der Durchschnittsprämie unter dem Schweizer Mittelwert. (Bild: PD)

Die Grafik des Amts für Gesundheit Uri zeigt: alle Zentralschweizer Kantone liegen bei der Durchschnittsprämie unter dem Schweizer Mittelwert. (Bild: PD)

Die Grafik des Amts für Gesundheit Uri zeigt: alle Zentralschweizer Kantone liegen bei der Durchschnittsprämie unter dem Schweizer Mittelwert. (Bild: PD)

Die Durchschnittsprämie der obligatorischen Krankenversicherung für Erwachsene liegt 2012 in der Schweiz bei 382.00 Franken. In der Zentralschweiz bewegen sich die Durchschnittsprämien zwischen 292.27 Franken (Nidwalden) und und 338.87 Franken (Luzern). Nidwalden hat damit sogar die tiefste Prämie schweizweit.

In Luzern verteuert sich die Prämie wie im Schweizer Durchschnitt um 2,2 Prozent auf 338.87 Franken. Gesundheitsdirektor Guido Graf bezeichnet dies in einer Mitteilung als «moderat». Dies sei darauf zurückzuführen, dass der Kanton die Hälfte der stationären Behandlungskosten in den Spitälern übernehme.

Eine unterdurchschnittliche Zunahme von 1,0 Prozent hat Obwalden, wo sich die Durchschnittsprämie neu auf 310.37 Franken beläuft. In Schwyz wird die Prämie um 2,6 Prozent teurer (328.67 Franken), in Zug um 3,3 Prozent (326.94 Franken).

Zug erstaunt

Für den Zuger Gesundheitsdirektor Joachim Eder ist dieser Anstieg nur «schlecht nachvollziehbar». Die Kosten für die Leistungen der Grundversicherung seien im Kanton nur um 1,7 Prozent gestiegen. Er habe deshalb, allerdings vergeblich, beim Bund interveniert.

In Uri wird die Prämie für die Erwachsenen um 3,4 Prozent teurer; die Durchschnittsprämie beträgt neu 318.94 Franken. Die Urner Gesundheitsdirektion weist in ihrer Mitteilung darauf hin, dass die Unterschiede zwischen den Kassen gross seien. Die tiefste Monatsprämie sei über 140 Franken billiger als die teuerste.

Den grössten Zuwachs in der Zentralschweiz hat Nidwalden, der Kanton mit der schweizweit tiefsten Prämie. Die Durchschnittsprämie wächst hier um 3,6 Prozent auf 292.27 Franken.

Jugendliche und Kinder

Ein vergleichbares Bild präsentiert sich bei den Prämien für junge Erwachsene. Obwalden hat hier ein unterdurchschnittliches Prämienwachstum von 3,8 Prozent, die Durchschnittsprämie beträgt neu 274.16 Franken. Im Schweizer Schnitt verteuert sich diese Prämie um 4,4 Prozent auf 343.06 Franken.

Ein überdurchschnittliches Wachstum haben Luzern (5,0 Prozent/ 299.41 Franken), Schwyz (5,5 Prozent/292.57 Franken), Zug (5,7 Prozent/290.95 Franken), Nidwalden (6,1 Prozent/257.68 Franken) und Uri (6,9 Prozent/281.10 Franken).

Die Prämie für Kinder wächst in der Schweiz durchschnittlich um 1,4 Prozent und beträgt neu 90.59 Franken. Mit 1,3 Prozent hat erneut Obwalden (74.18 Franken), aber auch Luzern (78.59 Franken), eine unterdurchschnittliche Verteuerung.

In Zug steigt die Kinderprämie um 2,5 Prozent auf 77.33 Franken, in Schwyz um 3,2 Prozent auf 78.30 Franken, in Uri um 3,7 Prozent auf 75.59 Franken und in Nidwalden um 3,9 Prozent auf 69.31 Franken.

sda

Info:Hier gehts zum BAG-Prämienrechner