Prämienanstieg zwischen 1,0 und 2,7 Prozent

In Nidwalden, Schwyz und Luzern steigen die Krankenkassenprämien 2013 überdurchschnittlich an, in Zug und Uri liegt der Anstieg unter dem Schnitt. Verhältnismässig bleiben die Prämien in der Zentralschweiz günstig.

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Die Prämien für junge Erwachsene steigen besonders stark an. (Symbolbild Keystone)

Die Prämien für junge Erwachsene steigen besonders stark an. (Symbolbild Keystone)

Hinter den Kantonen Neuenburg (0,5%) und Bern (0,6%) belegt der Kanton Zugbezogen auf den Anstieg der Prämien für Erwachsene im Jahr 2013 mit 1,0 Prozent Platz 3 in der Rangliste der tiefsten Prämiensteigerung. Durchschnittlich steigen die Prämien in der Schweiz um 1,5 Prozent. Die jungen Zuger Erwachsenen (19 bis 25 Jahre) müssen eine Erhöhung von 3,3 Prozent hinnehmen (Schweizer Durchschnitt: 2,9 Prozent). Durchschnittlich zahlen Zugerinnen und Zuger im nächsten Jahr monatlich 330,60 Franken Krankenkassenprämien (Schweizer Durchschnitt 387,70 Franken).

Für den Zuger Gesundheitsdirektor Urs Hürlimann ist der Anstieg «erfreulich tief», wie es in einer Medienmitteilung heisst. Er habe bereits im Frühjahr bei den Krankenversicherern interveniert und gefordert, dass die Krankenkassenprämien die unterdurchschnittliche Kostenentwicklung im Kanton Zug verstärkt berücksichtigen müssten.

Hoher Anstieg – tiefe Prämien

Besonders hoch ist der Anstieg der Prämien im Kanton Nidwalden. Dort bezahlen Erwachsene im nächsten Jahr durchschnittlich 2,7 Prozent mehr. Von jungen Erwachsenen wird sogar 5,2 Prozent mehr verlangt – landesweit der grösste Anstieg. Trotzdem bleiben die Nidwaldner Prämien mit monatlich durchschnittlich 300.25 Franken deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt. Einzig in Appenzell Innerrhoden sind die Krankenkassenprämien im kommenden Jahr im Schnitt ein Franken günstiger. Die jungen Erwachsenen zahlen nirgends weniger als im Kanton Nidwalden.

Die Nidwaldner Gesundheitsdirektorin Yvonne von Deschwanden zeigte sich auf Anfrage erfreut über die Tatsache, dass die Nidwaldnerinnen und Nidwaldner im Vergleich mit den anderen Kantonen auch im nächsten Jahr tiefe Prämien bezahlen müssen. Den Anstieg bezeichnete sie als «moderat».

Schwyz über- und Uri unterdurchschnittlich

Im Kanton Obwalden steigen die Prämien um 1,5 Prozent bei den Erwachsenen und bei den jungen Erwachsenen 4,1 Prozent. Die monatliche Durchschnittsprämie beläuft sich auf 315,11 Franken.

Im Kanton Schwyzwird eine um 1,8 Prozent höhere Prämie fällig. Die Jungen zahlen sogar 4,2 Prozent mehr. Durchschnittlich ist die Prämie im Monat 334.49 Franken hoch.

Um 1,2 Prozent steigt die Erwachsenen-Prämie im Kanton Uri. Junge Erwachsene müssen 3,4 Prozent mehr bezahlen als 2012. Urnerinnen und Urner ab 26 Jahren zahlen durchschnittlich 322,64 Franken.

Höchste Prämien in Luzern

Im Kanton Luzern beträgt der Prämienanstieg 1,6 Prozent für Erwachsene und 4,5 Prozent für Personen zwischen 19 und 25 Jahren. Die durchschnittliche Prämie ist 344,15 Franken hoch – der Höchstwert in der Zentralschweiz.

Der moderate Prämienanstieg sei mit grosser Vorsicht zu geniessen, warnt der Luzerner Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf im Hinblick auf das Jahr 2014 in einer Medienmitteilung. «Weil praktisch keine Spitaltarife genehmigt sind, wird die Prämienrunde 2014 zu einer Wundertüte», wird Graf zitiert.

bep/sda