PRÄVENTION: Regierung will Anti-Hooligan-Konkordat

Auch im Kanton Schwyz sollen die Behörden gegen gewaltbereite Sportfans vorgehen können. Der Schwyzer Regierungsrat beantragt deshalb dem Kantonsrat den Beitritt zum neuen Anti-Hooligan-Konkordat.

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Kein Einzelfall: Gewaltbereite Sportfans. (Symbolbild Guido Röösli/Neue LZ)

Kein Einzelfall: Gewaltbereite Sportfans. (Symbolbild Guido Röösli/Neue LZ)

Um Gewalttätigkeiten an der EURO 2008 und der Eishockey-WM 2009 zu unterbinden, ergänzte der Bund das Gesetz über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit (BWIS) mit fünf Präventivmassnahmen:
Registrierung von Hooligans, Ausreisebeschränkungen, Rayonverbot, Meldeauflage und Polizeigewahrsam von maximal 24 Stunden.

Diese Massnahmen sind aber bis Ende 2009 befristet. Damit sie ab 2010 weitergeführt werden können, erarbeitete die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) das Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen.

Punktuelle Erweiterung
Das Konkordat übernimmt die vom Bund befristet geschaffenen Massnahmen, ergänzt diese aber punktuell. So gelten die Bestimmungen nicht nur bei gewalttätigem Handeln in den Stadien, sondern auch in deren Umfeld. Entsprechend angepasst werden auch die Regelungen für Stadionverbote.

Das Konkordat tritt in Kraft, wenn ihm zwei Kantone beitreten. Im Kanton Schwyz gebe es zwar keine grossen Sportstadien. Provokationen und Ausschreitungen von Hooligans seien aber auch im Einzugsgebiet des Kantons ein Thema, schreibt die Regierung am Montag.

scd