PRIMARSCHULEN: Weniger Schulstunden beeinflussen Lernerfolg

In einem schweizweiten Vergleich schneiden die Zentralschweizer Primarschulen schlecht ab: Was die obligatorischen Schulstunden betrifft, rangieren sie allesamt im hintersten Feld aller Deutsch­schweizer Kantone.

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Schüler der Grundstufe in Her­gis­wil. (Bild Corinne Glanzmann/ Neue NZ)

Schüler der Grundstufe in Her­gis­wil. (Bild Corinne Glanzmann/ Neue NZ)

Wie die NZZ am Sonntag in ihrer aktuellen Ausgabe aufzeigt, sind die schulischen Unterschiede zwischen den Kantonen enorm. Dies zeigt ein neuer Vergleich der Stundentafeln der 21 Deutschschweizer Kantone.

Rechnet man sämtliche Pflichtstunden eines Primarschülers zusammen, so kommt beispielsweise ein Luzerner Schüler auf fast 1000 Schulstunden weniger als ein St. Galler Schüler (4505 Stunden zu 5467 Stunden).

Weniger Schulstunden – kleinerer Lernerfolg
Dass die unterschiedliche Anzahl an Pflichtstunden Auswirkungen auf den Lernerfolg der Kinder hat, ist in der Bildungsforschung unbestritten. «Je mehr Unterrichtszeit Schüler in einem Fach haben, desto besser ist ihre schulische Leistung in diesem Fach», erklärt Konstantin Bähr von der Zürcher Bildungsdirektion gegenüber der NZZ am Sonntag. Dies zeige auch das gute Abschneiden St. Gallens im kantonalen Pisa-Vergleich.

In der Tabelle der 21 Deutschschweizer Kantone liegen die Kantone St. Gallen (5467 Stunden), Wallis (5339) und Glarus (5200) vorne. Hinter den Kantonen Nidwalden (4562), Obwalden (4560), Uri (4560) und Luzern (4505) liegt der Kanton Solothurn (4275) als letzter der Tabelle. Zug (4680) und Schwyz (4797) schneiden etwas besser ab, liegen aber ebenfalls im hinteren Bereich der Tabelle.

Mit dem Lehrplan 21 sollen die unterschiedlichen Bildungschancen von Kindern je nach Kanton nun ausgeglichen werden.

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