PRO PATRIA: Einsiedler Sujet auf Briefmarke

Die diesjährige 103. Bundesfeierspende ist für die Orts- und Regionalmuseen gedacht. Auf einer der hierfür entworfenen Sondermarken ist eine Votivkröte aus Einsiedeln abgebildet.

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Die vier Sujet der Pro Patria Sondermarken. Oben rechts ist die Votivkröte aus Einsiedeln zu sehen. (Bild: pd)

Die vier Sujet der Pro Patria Sondermarken. Oben rechts ist die Votivkröte aus Einsiedeln zu sehen. (Bild: pd)

Wie die Stiftung für kulturelle und soziale Zwecke am Freitag mitteilte, gibt die Post eine Serie von vier Sondermarken heraus. Sie sind ab 7. Mai gültig. Die vier Sondermarken zeigen einen Strohhut aus Wohlen AG, eine Votivkröte aus Einsiedeln(je 85 Rappen) sowie einen Zimmererhobel aus Bagnes VS und eine geschnitzte zweifarbige Holzkuh aus Lichtensteig SG ( je 1 Franken).

Symbol der Fruchtbarkeit

Bei der Wachskröte handelt es sich um eine Dankesgabe an die Schwarze Madonna in Einsiedeln für Hilfe bei der Fruchtbarkeit. Die Kröte symbolisiert von Alters her die Gebärmutter. Der Strohhut, ein «Strohcanotier», war im Freiamt ein grosser Exportschlager. Beim letzten grossen Boom 1925 wurden über eine Million dieser Hüte in die USA exportiert. Der Hobel aus dem Wallis erinnert an das traditionelle Holzhandwerk. Das besondere am Exemplar auf der Briefmarke ist, dass es für zwei Personen gedacht ist. Der Meister führte das Werkzeug, sein Helfer zog es zu sich her. Die Spielzeugkuh schliesslich ist ein «Gort», eine Kuh mit weissen Rückenflecken oder einem weissen Band um den Bauch. Unter dem traditionellen Braunvieh im Toggenburg sind solche Kälber selten und gelten darum als Glücksbringer.

Mit der Spende will Pro Patria die Geschichtsvermittlung mittels moderner Didaktikmethoden in den Orts- und Regionalmuseen fördern. Insbesondere Museen mit schmalem Budget seien darauf angewiesen, schreibt die Organisation. Die Sondermarken sind bei der Post, im Strassenverkauf oder direkt bei Pro Patria erhältlich. Die Stiftung erhält 40 oder 50 Rappen pro Marke.

sda/cin