PROGNOSE: Krankenkassen-Prämien steigen bis 20%

Die Kranken­kassenprämien steigen gemäss Schätzungen für 2010 eklatant. In der gesamten Zentralschweiz soll es zu Prämienerhöhungen kommen.

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(Symbolbild Esther Michel/Neue LZ)

(Symbolbild Esther Michel/Neue LZ)

Die Krankenkassenprämien steigen gemäss Schätzungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) für 2010 um durchschnittlich 15 Prozent. In mehreren Kantonen – auch der Zentralschweiz – könnten die Beiträge dabei um bis zu einem Fünftel in die Höhe schnellen, in anderen Kantonen wird mit einer Erhöhung von nur drei Prozent gerechnet, wie das BAG schreibt.

Noch vor Monatsfrist war von einer kaum vermeidbaren durchschnittlichen Prämienerhöhung von über zehn Prozent gesprochen worden. Laut BAG zeichnet sich heute zusehends eine Verschlechterung der Lage ab. Die Versicherer hätten die Kostensteigerungen für das vergangene und laufende Jahr zu gering eingeschätzt und dementsprechend tiefe Prämien angesetzt.

Prämienerhöhungen in allen Zentralschweizer Kantonen
Nach wie vor bestehen laut BAG aber grosse Unterschiede in den kantonalen Reservequoten. Die Angleichung der Quoten solle deshalb weitergeführt werden. Dazu seien je Kanton unterschiedliche Prämienerhöhungen nötig. Die Kantone wurden deshalb in fünf Gruppen zusammengefasst. Zu den Kantonen mit einer stark überdurchschnittlichen Prämienerhöhung (18 bis 20%) gehören neben den Zentralschweizer Kantonen Obwalden und Uri auch Appenzell-Ausserrhoden, Bern, und Glarus.

Eine überdurchschnittliche Prämienerhöhung (rund 15%) wird in den Kantonen Luzern, Nidwalden, Schwyz und Zug sowie in Appenzell-Innerrhoden, Graubünden, und Solothurn erwartet.

An der zweiten in Bern durchgeführten Diskussionsrunde nahmen verschiedene Regierungsräte und der Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz, Regierungsrat Pierre-Yves Maillard, teil. Zudem waren die Chefs der Krankenversicherer und der Branchenverband der Krankenversicherer, santesuisse, anwesend.

ap/red