PROGNOSEN: Die Temperaturen bleiben weiterhin frostig

In der Nacht zum Sonntag ist es in Teilen der Schweiz so kalt wie noch nie im laufenden Winter gewesen. Die «Eiszeit» wird nach den Prognosen der Meteorologen auch in der ersten Arbeitswoche im neuen Jahr anhalten.

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Spaziergang in winterlicher Landschaft. (Bild EQ Images)

Spaziergang in winterlicher Landschaft. (Bild EQ Images)

MeteoNews registrierte in der Nacht auf der schwyzerischen Glattalp -30,3 Grad. In Samedan im Oberengadin fiel die Quecksilbersäule auf 26,6 Grad unter Null, in La Brevine im Neuenburger Jura wurden knapp minus 26 Grad gemessen, wie MeteoSchweiz auf Anfrage bekannt gab.

Kalte Luft aus Osten ist schuld
Die 25,8 Grad unter Null in La Brevine waren aber immer noch 16 Grad mehr als das absolute Rekordtief am Schweizer Kältepol, das am 12. Januar 1987 mit 41,8 Kältegraden erreicht worden war. Klirrend kalt war die Nacht zum Sonntag aber auch im Obergoms. Ulrichen meldete 23,5 Kältegrade. Im Mittelland schützte der Hochnebel etwas vor der Kälte. Verbreitet wurden hier Werte um minus sechs Grad gemessen. Grund für die frostigen Temperaturen ist die kalte Luft, die von Osten her in die Schweiz strömt.

Es wird auch in der Arbeitswoche im neuen Jahr kalt bleiben. Auch die mittelfristigen Wetterkarten zeigen überhaupt keine Änderung, wie Christophe Voisard von MeteoSchweiz sagte. In den kommenden Nächten – und insbesondere von Dienstag auf Mittwoch – könnte es im Mittelland sogar noch etwas kälter werden mit Temperaturen um minus zehn Grad. Eisschichten auf den grossen Seen sind vorläufig aber nicht in Sicht. Dafür hätten die Eistage früher beginnen müssen, und die Nächte müssten klar und damit noch kälter sein, wie Voisard sagte.

Traumwetter für Wintersportler
Nach einer vorübergehenden Störung wird das Wetter in der Schweiz vom Mittwoch bis zum Wochenende wieder von Hochdruck bestimmt. In den Bergen bedeutet dies erneut prächtiges Winterwetter und etwas weniger kalte Temperaturen, wie es bei MeteoSchweiz weiter hiess. Im Flachland dominiert weiterhin der Hochnebel und die Temperaturen schaffen es kaum in den Plusbereich.

Allen Frierenden spenden aber vielleicht wenigstens die Bauernregeln Trost. Diese besagen nämlich: «Ist der Januar frostig und kalt, lockt uns bald der grüne Wald.» oder «je frostiger der Januar, desto freundlicher das Jahr».

ap