PROZESS VOR STRAFGERICHT: Einbrüche, Drogendelikte und falscher Pass

In Schwyz stand gestern ein älterer Berufsverbrecher vor Gericht. Er gestand nur jene Taten, die ihm bewiesen werden konnten.

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Der 55 Jahre alte Mann aus Serbien-Montenegro wurde im Februar 2008 im Kanton Zug verhaftet. Der Mann war illegal von Frankreich her eingereist und zeigte einen gefälschten tschechischen Pass und Führerausweis vor. Schnell merkte die Zuger Polizei, dass ihr da ein dicker Fisch ins Netz gegangen war. Denn der Verhaftete wurde in mehreren Kantonen gesucht, unter anderem wegen 10 Einbrüchen.

Im April 2005 hatte die Schwyzer Polizei nach einer Schiesserei im «Kingfish-Pub» in Schübelbach die Räume jenes Gasthauses durchsucht. Die Polizisten fanden in einem Zimmer mehrere hundert Gramm reines und gestrecktes Heroin und Kokain. Zunächst wurde einer der damaligen Schützen als Besitzer dieser Drogen vermutet. Später allerdings verwiesen Spuren auf den 55 Jahre alten Ex-Jugoslawen.

Bereits in Österreich und Deutschland im Gefängnis
Am Mittwoch wurde er in Handschellen in den Gerichtssaal im Rathaus Schwyz geführt. Dort klagte ihn die Staatsanwaltschaft Schwyz an, unter anderem wegen der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, gewerbsmässigem Diebstahl, rechtswidrigem Aufenthalt in der Schweiz und der mehrfachen Ausweisfälschung an.

Die Anklage forderte eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren. Der Mann habe seit 19 Jahren sein Einkommen ausschliesslich aus Einbrüchen und Drogendelikten finanziert, sagte die Anklägerin. Sie verwies auch auf Vorstrafen: Insgesamt sass der Mann mehr als fünf Jahre lang in Gefängnissen in Deutschland und Österreich. Der Verteidiger forderte eine wesentlich mildere Bestrafung mit nur acht Monaten Gefängnis. Schliesslich lasse sich nicht beweisen, dass der Angeklagte bei allen Einbrüchen mit dabei gewesen sei.

Das Urteil steht noch aus.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.