QUALITÄT: Regionale Spitäler sperren sich gegen Liste

Welche Spitäler sind top? Das Bundesamt für Gesundheit wagt einen Quervergleich und relativiert alles wieder. Zum Glück, finden Ärzte und Spitalverband.

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Chirurgen führen am Inselspital Bern eine Gefässoperation durch. (Bild EQ)

Chirurgen führen am Inselspital Bern eine Gefässoperation durch. (Bild EQ)

Auf der Basis von Zahlen des Bundesamtes für Statistik aus dem Jahr 2006 wurden für den Bericht «Qualitätsindikatoren der Schweizer Akutspitäler 2006» erstmals für 30 Krankheitsgruppen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Lungenentzündung und Hüftgelenkersatz Fallzahlen und Mortalitätsraten erhoben.

Von den 180 untersuchten Akutspitälern in der Schweiz werden jetzt Fallzahlen von 29 Spitälern publiziert. Als einziges Spital aus der Zentralschweiz findet sich das Regionalspital Einsiedeln auf der Liste. Zum BAG-Bericht nahm es auf Anfrage nicht Stellung. Dass die übrigen Zentralschweizer Spitäler fehlen, macht stutzig. Es liegt darin begründet, dass Spitäler und Ärzte gegen die BAG-Methode grosse Vorbehalte haben. Guido Schüpfer, Co-Chefarzt Anästhesie am Kantonsspital Luzern (KSL) und hier für Qualitätsfragen zuständig, sagt es unzimperlich: «Das BAG liefert Schrott». Fall- und Sterbezahlen reichten nicht aus, um die Qualität messen zu können.

Karl Fischer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag im Inlandteil der Neuen Luzerner Zeitung.