Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

RAUMPLANUNG: Regierung will neue Bauland-Massnahmen schon 2017 umsetzen

Im Kanton Schwyz sollen Eigentümer von neu eingezontem Bauland ab 2017 eine Mehrwertabgabe von 20 Prozent zahlen müssen. Der Regierungsrat geht bei der Revision des kantonalen Planungs- und Baugesetzes nicht über den vom Bund vorgegebenen Mindestsatz hinaus.
Im Kanton Schwyz sollen Eigentümer von neu eingezontem Bauland ab 2017 eine Mehrwertabgabe von 20 Prozent zahlen müssen. (Bild: Keystone (Symbolbild))

Im Kanton Schwyz sollen Eigentümer von neu eingezontem Bauland ab 2017 eine Mehrwertabgabe von 20 Prozent zahlen müssen. (Bild: Keystone (Symbolbild))

Mit der am Donnerstag veröffentlichen Vorlage ans Parlament zeigt der Regierungsrat auf, wie er die 2014 revidierten Raumplanungsbestimmungen des Bundes im Kanton Schwyz umsetzen will. Diese verpflichten die Kantone, die Verfügbarkeit von Bauland mit Massnahmen zu fördern und Planungsvorteile auszugleichen.

So sollen Eigentümer, deren Grundstücke bei Einzonungen ohne jegliches Zutun des Besitzers stark an Wert gewinnen, eine Mehrwertabgabe von 20 Prozent leisten. Die Erträge werden gemäss Vorlage auf die Standortgemeinde und den Kanton aufgeteilt.

Die Regierung geht von jährlichen Mehrwertabgaben in der Höhe von durchschnittlich 12,5 Millionen Franken aus. Dem gegenüber stehen Ausfälle bei den Steuereinnahmen von ein bis zwei Millionen Franken pro Jahr, weil die Mehrwertabgabe von der Grundstückgewinnsteuer abgezogen werden darf.

Überdies sollen die Schwyzer Gemeinden ebenso hohe Abgaben für Um- und Aufzonungen einführen können. Über eine Einführung in einer Gemeinde entscheidet der Souverän.

Damit eingezontes Bauland nicht gehortet sondern überbaut wird, können Gemeinden für Grundstücke Verträge mit den Grundeigentümern abschliessen und eine Frist für eine Überbauung setzten. Künftig ist es im Kanton Schwyz möglich, dass Bauland entschädigungslos wieder ausgezont wird, wenn das Grundstück innert zwölf Jahren nicht überbaut wird.

Der Kantonsrat berät voraussichtlich in der Mai-Session über die Vorlage. Eine allfällige Volksabstimmung findet spätestens im November statt. Das Inkrafttreten ist bereits für Anfang 2017 geplant. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.