REGENFÄLLE: Land unter in der Zentralschweiz

Heftige Regenfälle haben am Samstagmittag in den Kantonen Luzern, Schwyz und Zug zu Überschwemmungen geführt. Bäche traten über die Ufer. Das Schlimmste ist vorbei, nun wird aufgeräumt.

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Ein Mann räumt die Strasse in Adligenswil. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Ein Mann räumt die Strasse in Adligenswil. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Betroffen waren im Kanton Luzern die Gemeinden Ebikon, Meggen, Adligenswil, Udligenswil, Dierikon, Root, Kriens und Malters, im Kanton Schwyz Merlischachen, Küssnacht, Immensee sowie Bennau, Einsiedeln und Altendorf. Ebenso zahlreiche Gemeinden im Kanton Zug.

320 Notrufeingänge
Auf der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Luzern gingen 120 Notrufe ein, bei der Kantonspolizei Schwyz waren es zwischen 11 und 15 Uhr 200 Notrufe ein, weil Gebäude oder Strassen unter Wasser standen. Innert kurzer Zeit standen nach Angaben der Kantonspolizeien Luzern, Schwyz und Zug auch Unterführungen, Einstellhallen, Heizungen, Keller, Tiefgaragen und Wohnungen unter Wasser. Zahlreiche Bäche traten über die Ufer.

Fässer auf der Sihl
Während des Unwetters ging am Samstag um 15 Uhr bei der Polizei aus Schindellegi die Meldung ein, dass ein blaues Fass die Sihl hinuntertreibe. Der aufgebotene Fischereiaufseher meldete eine Stunde später, dass er mehrere Fässer gefunden habe, welche in einer Wasserwalze in der Alp bei Biberbrugg schwimmen.
Die 200-Liter-Fässer würden teilweise ein Gefahrengut-Symbol aufweisen.

Laut einer Mitteilung der Kantonspolizei Schwyz konnte die aufgebotene Chemiewehr nur einen Teil der Fässer an Land ziehen, weil die Alp Hochwasser führte. Im Verlaufe des Einsatzes ermittelte die Kantonspolizei Schwyz, dass ein halbes Dutzend Fässer bei Einsiedeln durch den hochgehenden Rotenbach weggeschwemmt worden waren. Von dort gelangten sie in die Alp und teilweise in die Sihl.

Der Betriebsleiter der entsprechenden Firma konnte versichern, dass die 200-Liter-Behälter leer waren. Eine Gefahr für die Umwelt bestand nicht.

Viele Feuerwehren im Einsatz
Durch die Kantonspolizei Luzern mussten insgesamt neun Feuerwehren aufgeboten werden. In Schwyz waren die Feuerwehren von Einsiedeln, Küssnacht, Pfäffikon, Altendorf, Feusisberg-Schindellegi, Immensee, Lachen und Merlischachen im Einsatz.

Meldungen über verletzte Personen in der Zentralschweiz liegen keine vor. Die Höhe der Schäden kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden. Auch die Feuerwehren in zahlreichen Zuger Gemeinden standen im Einsatz.

Im Raum Einsiedeln-Schnabelsberg-Bennau und Altendorf gingen ebenfalls viele Schadensmeldungen ein. Auf der Strasse zwischen Bennau und Einsiedeln musste die Strasse wegen Geröll und Wasser gesperrt werden.

Jetzt wird aufgeräumt
Im Verlaufe des Samstagabends konnten die Einsatzkräfte ihre Arbeiten weitgehend beenden. Vielerorts werden aber auch huete Sonntag die Aufräumarbeiten vor allem in Wohnhäusern andauern.

rem/get

Betroffene Strassenabschnitte:

  • A4 - Zug-Brunnen, Ein- und Ausfahrt Küssnacht,
  • A4 - Zug-Brunnen, zwischen Rotkreuz und Küssnacht
  • Hauptstrasse Meggen - Küssnacht
  • Hauptstrasse Arth - Immensee
  • Hauptstrasse Dierikon - Gisikon-Root,
  • Hauptstrasse Ebikon - Dierikon
  • Hauptstrasse Blatten - Malters
  • Hauptstrasse Risch-Rotkreuz.
  • Hauptstrasse Oberägeri - Morgarten,
  • Kantonsstrasse Udligenswil - Dierikon (Götzental)
  • Kantonsstrasse Küssnacht - Meggen

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