Regierungsrat will Spital Einsiedeln aufgeben

Im Kanton Schwyz sollen künftig nur noch zwei Spitäler die Grundversorgung erbringen - je eines im inneren und im äusseren Kantonsteil (Schwyz und Lachen). Das Spital Einsiedeln dagegen soll aufgegeben werden.

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Das Spital in Einsiedeln hat bei der neuen Spitalstrategie die schlechtesten Karten. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)

Das Spital in Einsiedeln hat bei der neuen Spitalstrategie die schlechtesten Karten. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)

Die Regierung hat am Donnerstag die Strategie zur Spitalversorgung vorgestellt. Er stützt sich auf die Ergebnisse von drei Studien; sie wurden von den Spitälern, einem Beratungsunternehmen und dem Departement des Innern erarbeitet. Alle Studien bewerten die Strategie mit zwei Spitälern als die beste Variante.

Unbestritten ist der Spitalstandort Schwyz. Im äusseren Kantonsteil liege es in der Verantwortung der Spital Lachen AG einen Ausbau am alten Standort oder einen Neubau an einem geeigneten Standort zu realisieren, heisst es im Bericht. Ein Neubau könne gegebenenfalls auch zusammen mit dem Spital Einsiedeln erstellt werden.

Hintergrund der neuen Spitalstrategie sind die steigenden Kosten im Gesundheitswesen und überdurchschnittlich hohe Investitionsbegehren der Spitäler Einsiedeln und Lachen von rund 200 Mio. Franken. Diese sind nach Ansicht der Regierung mit dem heutigen System nicht zu finanzieren.

Mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit

Zudem sorgt ab 2012 die neue Spitalfinanzierung mit freier Spitalwahl für mehr Konkurrenz. Die Schwyzer Spitäler müssen sich dann hinsichtlich Qualität und Kosten gegenüber ausserkantonalen Spitälern bewähren. Ziel der Regierung ist es, die Grundversorgung im Kanton Schwyz mit zwei modernen Spitälern zu erhalten.

Die Konzentration auf zwei Spitäler bringt nach Ansicht der Regierung höhere Fallzahlen, was sowohl die medizinische Qualität wie auch die Wirtschaftlichkeit begünstigt. Ausserdem könnten die anstehenden Investitionen verkraftet und die neue Strategie ohne Änderung der gesetzlichen Grundlagen umgesetzt werden.

Die Regierung beantragt dem Kantonsrat zustimmende Kenntnisnahme von der Spitalstrategie. In der Kompetenz des Parlaments liegt es sodann, den Leistungsauftrag für das Spital Einsiedeln nicht mehr zu erneuern. Es würde dann von der Spitalliste gestrichen.

sda/bep