REGIERUNGSRATSWAHLEN: Mit Tricks zu mehr Stimmen

Regierungs­rats­kandidat Bruno Suter betreibt eine ungewöhnliche Wahlwerbung. Sie ist zwar rechtens, aber fragwürdig.

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«Andere werben mit Plakaten, ich halt so.» Bruno Suter, Regierungsratskandidat. (Bild Laura Vercellone/Neue LZ)

«Andere werben mit Plakaten, ich halt so.» Bruno Suter, Regierungsratskandidat. (Bild Laura Vercellone/Neue LZ)

Bruno Suter nimmt nach 2000 und 2004 den dritten Anlauf, Schwyzer Regierungsrat zu werden. Seine Aussichten sind nicht rosig. Beim ersten Wahlgang vor vier Wochen landete er auf dem fünften und letzten Platz. Trotzdem tritt er zum zweiten Wahlgang in drei Wochen nochmals an.

Den Wahlkampf bereichert er diesmal mit einer Art Wahllotterie. Suter ruft zu gemeinnützigen Spenden auf, die erst zu zahlen sind, falls Suter tatsächlich gewählt wird. Der allfällige künftige Spender verspricht bei Suters Wahl einen oder mehrere Rappen pro Stimme einzuzahlen, die Suter am 13. Juni macht.

Inzwischen haben sich bei der «Mehrheitsparty» laut Suter schon 130 mögliche Spender gemeldet. Und der Betrag, der pro Stimme versprochen wurde, summiert sich inzwischen auf 3.20 Franken. Wenn also Suter am 13. Juni überraschenderweise etwa 15'000 Stimmen holen würde und damit gewählt wäre, müssten 48'000 Franken fliessen. Nun wird diskutiert, ob die Methode rechtens ist.


Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.