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REGION: Oberrütis Anträge werden abgeschmettert

Die Abgeordneten des Regionalplanungsverbands Oberes Freiamt haben das Raumkonzept 2040 verabschiedet. Oberrüti wehrte sich erfolglos dagegen. Darüber hinaus gibt es neue Gesichter im Vorstand.
Heinz Abegglen
Die Gemeinde Oberrüti sieht ihre Entwicklung gefährdet. Bild: Heinz Abegglen (8. März 2018) (Bild: Heinz Abegglen (8. März 2018))

Die Gemeinde Oberrüti sieht ihre Entwicklung gefährdet. Bild: Heinz Abegglen (8. März 2018) (Bild: Heinz Abegglen (8. März 2018))

Die 19 Gemeinden des Bezirks Muri bilden auch den Regionalplanungsverband Oberes Freiamt (Repla). Das Regionale Raumkonzept (RRK) definiert Planungsgrundsätze und Handlungsfelder in den vier Bereichen Siedlung, Nutzungen, Landschaft und Mobilität.

Im Mitwirkungsverfahren zum RRK-Entwurf gab es 19 Eingaben, mit denen sich der Vorstand zu befassen hatte. Während der laufenden Woche wurde den Abgeordneten nun die bereinigte Fassung unterbreitet. Nicht einverstanden war der Gemeinderat Oberrüti. «Mit dem vorliegenden Konzept wird die Weiterentwicklung unserer Gemeinde in verschiedenen Bereichen verhindert», erklärte der Gemeinderat Werner Küttel und stellte zwei Anträge: Zum einen sei Oberrüti als fünfte Gemeinde – neben Sins, Muri, Merenschwand und Boswil – in die Strategie der Arbeitsplatzentwicklung aufzunehmen. Zum andern forderte er, das Verbot zur Bauzonenerweiterung zu streichen.

Betreffend den zweiten Punkt verwies der Repla-Präsident Pius Wiss, Gemeindeammann von Dietwil, auf den kantonalen Richtplan, wonach das künftige Bevölkerungswachstum ausdrücklich in den bestehenden Bauzonen aufzufangen ist. Zur Arbeitsplatzstrategie entgegnete er, dass die Industriezone des Dorfs im Rahmen des Neue-Regionalpolitik-Projekts als Areal von regionalem Interesse eingestuft ist. In der Folge lehnten die Gemeindedelegierten die beiden Anträge aus Oberrüti klar ab, das RRK wurde in der Schlussabstimmung mit vier Gegenstimmen gutgeheissen.

Im laufenden Jahr will sich der Repla-Vorstand vertieft mit der Infrastruktur für Sport und Events befassen. Eine Bestandsaufnahme soll allfällige Mankos für die wichtigsten Sportarten aufzeigen. In einem weiteren Schritt wären Areale für Bauten oder Anlagen zu evaluieren und Umzonungen in die Wege zu leiten.

Bucher und Dubler sind neu im Vorstand

Näher befassen wird sich der Vorstand ausserdem mit Nutzungskonflikten rund um Natur und Freizeit, so steht beispielsweise die Frage nach einer Besucherlenkung an Hotspots zur Diskussion.

Im weiteren wurde der Repla-Vorstand neu bestellt. Gerhard Müller, ehemaliger Gemeinderat aus Bünzen, schied daraus aus. Ein zweiter Sitz war vakant, weil Bruno Sidler vor einem Jahr die Geschäftsleitung übernommen hatte. Die Versammlung wählte Grossrat Ralf Bucher aus Mühlau sowie Philippe Dubler, Gemeindeammann von Kallern, zu neuen Mitgliedern. Der Gemeindebeitrag bleibt unverändert bei 3,50 Franken je Einwohner, 25 Rappen davon gehen an den Verein Erlebnis Freiamt.

Regierungsrat spricht von «dynamischer Region»

Als Gast nahm Regierungsrat Stephan Attiger an der Versammlung teil. Er bezeichnete das Oberfreiamt als dynamische Region mit überproportionalem Bevölkerungswachstum. Für die damit verbundenen Herausforderungen bilde das Raumkonzept ein zentrales Steuerungsinstrument. Der Aargau habe den Richtplan auf Druck des Bundes angepasst, somit seien auch dem Kanton die Hände gebunden. «Wir wissen aufgrund der Wachstumsprognosen, dass es gerade in dieser Region sehr eng wird.»

Attiger ermunterte die Abgeordneten, in Fragen des öffentlichen Verkehrs auch Repla-übergreifend zusammenzuarbeiten. Direkte Zugverbindungen aus dem Freiamt nach Zürich seien auch für den Kanton ein wichtiges Anliegen.

Heinz Abegglen

redaktion@zugerzeitung.ch

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