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REGIONALPLANUNG: Im nächsten Frühling soll das Konzept vorliegen

Die breite Mitwirkung für das Regionale Raumkonzept 2040 ist abgeschlossen. Anlass zu Diskussionen gab unter anderem der grosse Siedlungsdruck aus den Ballungszentren.
Im Fokus des neuen Regionalen Raumkonzepts steht auch die Natur: Das Bild zeigt den Blick auf die Ebene bei Reussegg, die als Auenlandschaft renaturiert wird. (Bild: Heinz Abegglen (Sins, 13. Mai 2017))

Im Fokus des neuen Regionalen Raumkonzepts steht auch die Natur: Das Bild zeigt den Blick auf die Ebene bei Reussegg, die als Auenlandschaft renaturiert wird. (Bild: Heinz Abegglen (Sins, 13. Mai 2017))

Wie soll sich das Oberfreiamt in den kommenden Jahren entwickeln? Wie kann die Region wachsen, ohne die Natur allzu stark zu beanspruchen? Solche Fragen behandelt das Regionale Raumkonzept (RRK) 2040. Es beschreibt in vier Kapiteln – Siedlung, Nutzung, Landschaft und Mobilität – die bestehenden Strukturen und zeigt Strategien auf. Das Konzept ist auf einen Zeithorizont von 25 Jahren ausgerichtet. Erarbeitet wird es vom Regionalplanungsverband (Repla), dem die 19 Gemeinden des Bezirks Muri angehören.

Im vergangenen März wurde das Konzept den Abgeordneten vorgestellt und danach, um das Vorhaben möglichst breit abzustützen, zur öffentlichen Mitwirkung aufgelegt. Diese ist inzwischen abgeschlossen, wie der Repla-Vorstand mitteilt. Beteiligt haben sich an der Mitwirkung insgesamt 13 Gemeinden, der Kanton und 5 Organisationen beziehungsweise Private.

«Ziel einer gesunden Gesamtentwicklung»

Das RRK 2040 werde als wich­tige Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung der Region erkannt, heisst es in der Mitteilung. «Die Rückmeldungen zeigen, dass Gemeinden, Kanton und Nachbarregionen das Ziel einer gesunden und verträglichen Gesamtentwicklung der Region Oberes Freiamt unter Schonung der vorhandenen Landschaftswerte unterstützten.»

Grossen Wert legen die an der Mitwirkung Beteiligten auf eine zeitnahe, konsequente Umsetzung des RRK. Dies, weil das Konzept einerseits als Koordinationsinstrument gegenüber dem Kanton und den Nachbarregionen, andererseits aber auch als Wegleitung für die Planungen der Gemeinden dient. Vom Regionalplanungsverband erwarten die Gemeinden insbesondere auch Unterstützung bei der Abstimmung über die politischen Grenzen hinweg. Ein Stichwort ist hier eine Busverbindung zwischen dem Luzerner Seetal und dem Oberen Freiamt. Diese soll als «zu prüfende Verbindung» in das Konzept aufgenommen werden. Angeregt wurde auch die gemeinsame weitere Vertiefung ­ der Grundlagen zum Windparkstandort Lindenberg.

Den Charakter und die Identität bewahren

Zu reden gab im Rahmen der Mitwirkung vor allem der grosse Siedlungsdruck aus den Ballungszentren. Es wird auf die Verpflichtung der Region und der Gemeinden hingewiesen, den Charakter und die eigene Identität des Oberfreiamts auch angesichts des Bevölkerungswachstums und der Bautätigkeit zu bewahren und weiter zu stärken. «Das RRK 2040 versteht sich als Grundlage für eine qualitätsorientierte Innenentwicklung», schreibt dazu der Repla-Vorstand. So werden etwa Beispiele skizziert für Entwicklungsmöglichkeiten in den verschiedenen Siedlungstypen. Und es werden Grundsätze festgehalten für den Erhalt der dörflichen Struktur und der Ortsbilder, die Aufwertung des öffentlichen Raumes und der Ortsdurchfahrten. Zudem sind identitätsstiftende Elemente einzeln im sogenannten Zukunftsbild aufgeführt. Der Kanton fordert, zusätzlich zu diesen Inhalten, die Ergänzung der Isos-Ortsbilder von nationaler und regionaler Bedeutung in den beiden Kapiteln «Ortszentren» und «Identität».

Im Fokus stehen ausserdem die Landwirtschaft sowie die Natur und deren Funktion als Naherholungsgebiet. Zu letztgenannten Themen gehört etwa die Ko­ordination der Aufwertung des Erholungsraumes Reusstal mit den betroffenen Gemeinden. Gefördert werden soll insbesondere auch die Zusammenarbeit mit dem Verein Erlebnis Freiamt. Weiter bewegt die Beteiligten auch die Entwicklung der bestehenden Streusiedlungen. Zusammen mit den zahlreichen Einzelgehöften sind sie ein Merkmal des regionalen Landschaftsbildes und ein wichtiger Faktor für die Identität des ganzen Gebiets.

Wie geht es nun weiter? Das Regionale Raumkonzept 2040 befindet sich zurzeit in Überarbeitung, und die eingegangenen Begehren werden geprüft. Ziel ist es, das neue Konzept an der Abgeordnetenversammlung im März 2018 zu verabschieden.

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Hinweis

Weitere Informationen gibt es unter www.replaoberesfreiamt.ch

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