Reiche rüsten ihre Villen auf

Gut Betuchte bauen ihre Häuser immer mehr zu festungsähnlichen Objekten aus. Aber nicht nur Reiche schützen sich wirkungsvoll gegen Verbrecher.

Merken
Drucken
Teilen
Kameras bieten eine abschreckende Wirkung für Einbrecher. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Kameras bieten eine abschreckende Wirkung für Einbrecher. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Videokameras, Panzerglas, Mikrofone und Bunkerräume: Das Arsenal der gut Betuchten wird immer grösser. In der ganzen Zentralschweiz bauen Vermögende ihre Villen zu festungsähnlichen Objekten aus. «Die Leute haben ein hohes Sicherheitsbedürfnis und oft Angst um ihr Leben», sagt Ruth Schmid. Die Churerin hat jahrzehntelange Erfahrung im Bau von Luxus-Villen – insbesondere im Suvretta-Gebiet am Hang oberhalb von St. Moritz.

Hoch im Kurs stehen derzeit insbesondere Panzergläser. Die Scheiben sind bis zu acht Zentimeter dick und kosten um die 1000 Franken – pro Quadratmeter. Die Scheiben dienen weniger dem Schutz vor Geschossen. Vielmehr sollen sie Einbrecher abhalten. Immer mehr Reiche bauen sich in ihre Villen auch sogenannte Panikräume ein. Dorthin können sich die Bewohner flüchten, sollte es einem Einbrecher trotz aller Sicherheitsmassnahmen gelungen sein, ins Haus einzudringen.

Auch für kleinere Budgets

Gerade an den priviligerten Wohnlagen am Zuger- und Vierwaldstättersee oder in Ausserschwyz sind immer mehr Häuser mit den entsprechenden Sicherheitsmassnahmen ausgestattet. Zahlreiche Firmen haben sich auf umfassende Sicherheitskonzepte spezialisiert, die jedes Bedürfnis abdecken. «Jede Schwachstelle muss eruiert werden», sagt Stefan Marti, Rechtsanwalt und Geschäftsleitungsmitglied der Berner Introgarde AG, die sich auf Einbruchschutz spezialisiert hat.

Vor Einbrüchen können sich aber nicht nur Millionäre schützen. Auch für Normalbürger gibt es preisgünstige Sicherheitsvorkehrungen, um ungebetene Eindringlinge abzuhalten. Gerade jetzt, wo Dämmerungseinbrüche zunehmen, können solche Massnahmen sinnvoll sein.

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.