REICHENBURG: 31 Anzeigen wegen Angriff am Chäferfäscht

Die Kantonspolizei Schwyz hat die Ermittlungen zum Angriff am Chäferfäscht vom 11. Januar abgeschlossen. Bei dem Angriff handelte es sich um einen persönlichen Racheakt.

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Normalerweise herrscht an einer Fasnachtsparty eine fröhliche Stimmung. In Reichenburg aber wurde sie aggressiv. (Symbolbild Alexandra Wey/Neue ZZ)

Normalerweise herrscht an einer Fasnachtsparty eine fröhliche Stimmung. In Reichenburg aber wurde sie aggressiv. (Symbolbild Alexandra Wey/Neue ZZ)

Die 31 mutmasslichen Angreifer konnten nach intensiven Ermittlungen identifiziert werden. Sie werden wegen Angriffs, Körperverletzung und Landfriedensbruchs an die zuständigen Behörden verzeigt, schreibt die Kantonspolizei Schwyz in einer Mitteilung.

Mit Eisen- und Holzstangen angegriffen
Auslöser für den Angriff war eine Auseinandersetzung, die sich früher am Abend ereignet hatte: Der mutmassliche Anstifter des Angriffs war in der Nacht auf den 11. Januar am Chäferfäscht in Reichenburg in eine Auseinandersetzung mit anderen Festbesuchern geraten und wurde verletzt. Er verliess das Festgelände, wollte sich den Zwischenfall aber nicht gefallen lassen.

Der 25-jährige Schweizer organisierte deshalb zusammen mit Kollegen möglichst viele Personen, um sich zu rächen. Nach 4 Uhr traf er zusammen mit 30 anderen Personen in Reichenburg ein, um Rache zu üben. Zu diesem Zweck nahmen einige der Leute Baseballschläger sowie Eisen- und Holzstangen mit. Um nicht erkannt zu werden, vermummte sich ein Grossteil der Angreifer.

Unbeteiligte niedergeschlagen
Bereits beim Anmarsch auf das Guggerzelt griffen sie einen 20-jährigen Mann an und schlugen ihn zu Boden. Er wurde dabei verletzt. Im Festzelt schlugen die Angreifer wahllos auf Personen und Inventar ein. Dabei wurden vier weitere Männer im Alter zwischen 19 und 56 Jahren an Kopf und Armen verletzt. Sämtliche Betroffenen hatten mit der ersten Auseinandersetzung nichts zu tun.

Nach wenigen Minuten verliessen die Attackierenden das Guggerzelt fluchtartig, einzig der mutmassliche Anstifter blieb dort.

Praktisch alle Angeschuldigten sind geständig
Bei den Angreifern handelt es sich um zwölf Schweizer, acht Serben, je drei Italiener und Mazedonier, zwei Türken sowie je einen Kosovaren, einen Spanier und einen Kroaten zwischen 16 und 36 Jahren aus March und Höfe.

Praktisch alle Angeschuldigten sind geständig, an dem Angriff beteiligt gewesen zu sein. Sie müssen sich je nach Alter vor dem Bezirksamt March oder der Jugendanwaltschaft wegen Angriffs, Körperverletzung und Landfriedensbruchs verantworten.

ana