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Reto Wyss: «Die Kandidaten sind Botschafter»

Nachgefragt

Der Luzerner Bildungs- und Kultur­direktor Reto Wyss (CVP) präsidiert seit zwei Jahren die Stiftung Swiss Skills. Diese ermöglicht den Berufsleuten die Teilnahme an den inter­nationalen Berufs­meisterschaften und koordiniert jeweils die Schweizer Meisterschaften in rund 70 Berufen. Stiftungsratspräsident Reto Wyss hat den Wettkampf in Abu Dhabi vor Ort mitverfolgt. Gestern äusserte er sich zur Erfahrung.

Reto Wyss, wie haben Sie den Wettkampf in Abu Dhabi erlebt?

Der Wettkampf war sehr beeindruckend. Es ist ein sehr grosser Anlass mit Teilnehmenden aus allen Kontinenten. Es beteiligen sich laufend mehr Länder an den World Skills.

Was hat Sie in den letzten Tagen besonders beeindruckt?

Die grossartige Leistung aller Schweizer Kandidatinnen und Kandidaten. Alle haben ihr Bestes gegeben und damit unsere Berufsbildung in ein sehr gutes Licht gestellt. Schön ist auch, dass so viele «Berufsbildungsfans» mit nach Abu Dhabi gereist sind, um hier vor Ort dabei zu sein. Ich habe viele beeindruckte und stolze Eltern und Arbeitgeber gesehen.

Haben Sie in der Arbeitsweise Unterschiede zwischen den Schweizer Teilnehmern und denjenigen anderer Nationen festgestellt?

Da gibt es natürlich enorme Unterschiede. Unsere Kandidaten haben sich nach der Lehre über nationale Ausscheidungen qualifiziert und wurden parallel zur Arbeit zusätzlich für die World Skills vorbereitet. Gewisse Länder bereiten ihre Kandidaten ohne duale Berufslehre über Jahre gezielt nur auf diesen Wettbewerb vor, ohne über eine breite Basis zu verfügen. Einzelne Kandidaten waren auch schlicht überfordert.

Wie haben Sie als Stiftungsratspräsident die Schweizer Delegation vor Ort unterstützt?

Das Team wurde von rund 400 Supportern aus der Schweiz hervorragend unterstützt. Meine Aufgabe hier war es, den Kontakt zu den Verantwortlichen der anderen Länder und zur Organisation World Skills International zu pflegen, aber auch zu den vor Ort anwesenden nationalen Berufsverbänden.

Welche Eigenschaften brauchen Teilnehmer, um an Berufswettkämpfen erfolgreich zu sein?

Sie müssen fachlich über ausgezeichnete Fähigkeiten verfügen und bereit sein, sich bei den Vorbereitungen und an den World Skills sehr stark zu engagieren. Es wird viel verlangt. Unsere jungen Berufsleute haben einmal mehr gezeigt, dass sie bereit und fähig sind, ein enormes Engagement zu leisten und tolle Resultate zu liefern.

Wie zufrieden sind Sie mit der Zentralschweizer Beteiligung?

Wir sind mit einer schönen Zentralschweizer Vertretung an die World Skills gereist. Es gibt aber sicher noch weitere Branchen, die über gute junge Berufsleute aus der Zentralschweiz verfügen. Es wäre schön, wenn in zwei Jahren noch mehr Kandidaten aus unserer Region dabei sind.

Wie wurde Ihre Reise finanziert??

Meine Reise wurde zu 100 Prozent von der Stiftung Swiss Skills finanziert.

Welche Wirkung haben die World Skills auf die Schweizer Berufs­bildung?

Mit der Teilnahme wollen wir die Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft und unserer Arbeitswelt im internationalen Vergleich sowie die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kandidatinnen und Kandidaten und damit unserer Berufsbildung aufzeigen. Die Kandidatinnen und Kandidaten sind aber auch Vorbilder, die aufzeigen, was man mit einer Berufsausbildung alles erreichen kann. Dafür sind World-Skills-Teilnehmer hervorragende Botschafter. (rt)

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