RETTUNGSEINSATZ: Rega-Helikopter muss an heikler Stelle landen

Ein Verkehrsunfall löste in Bisisthal eine nächtliche Rettung aus. Ein Unfallopfer musste nach Zürich geflogen werden. Die Bergungsaktion mit dem Heli war nicht ungefährlich.

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Im Helikopter der Rettungsflugwacht (hinten) wird das verletzte Unfallopfer weggeflogen. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Im Helikopter der Rettungsflugwacht (hinten) wird das verletzte Unfallopfer weggeflogen. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Die Szenerie war gespenstisch: Wälder und Felsen rundum lagen an diesem späten Dienstagabend im Dunkeln. Scheinwerfer der Feuerwehr Muotathal leuchteten eine Unfallstelle in der Steinweid in Bisisthal aus. Hier lag im hellen Licht neben der Strasse beim Bisisthaler Lawinentunnel ein Schwerverletzter. Um den jungen Mann kümmerten sich Rettungssanitäter und ein Notarzt vom Rettungsdienst Schwyz. In der Nähe sicherten Polizisten die Unfallstelle ab, in der Wiese lag der verbeulte VW-Golf des Verunfallten. Aus dem nächtlichen Himmel setzte langsam ein Helikopter der Rettungsflugwacht zur Landung an unmittelbar neben einer im Dunkeln nicht sichtbaren Starkstromleitung.

Aus dem Auto geschleudert
«Das war sicherlich heikel», sagte dazu später der Schwyzer Polizeioffizier Hans Purtschert. Er hatte den Einsatz nach dem Verkehrsunfall in Bisisthal geleitet. Dort war um 20.30 Uhr ein junger Autofahrer mit seinem Auto ins Schleudern geraten, aus dem Auto katapultiert worden und schwer verletzt liegen geblieben. Um den Bewusstlosen hatte sich unmittelbar nach dem Unfall ein benachbarter Bauer gekümmert und den jungen Mann zunächst in Seitenlage gebracht, bevor er Retter und Polizei herbeirief. Notarzt und Rettungssanitäter versorgten das Opfer vorerst an der Unfallstelle und entschieden, den Schwerverletzten ins Universitätsspital Zürich fliegen zu lassen.

Warum wurde der Verletzte nicht mit dem Sanitätsauto nach Schwyz oder an einen für eine Helikopterlandung geeigneteren Platz gebracht? «Wir haben uns das gut überlegt», sagt Hans Purtschert. Man habe um die Gefahr der nahen Starkstromleitung und des engen Tals gewusst und die Rettungsflugwacht auch darauf aufmerksam gemacht. Gery Baumann, Mediensprecher der Rega in Zürich: «Der Patient war schwerst verletzt und musste in ein medizinisches Zentrum gebracht werden. Aus medizinischer Sicht war der Flug absolut begründet. Hinzu kam, dass wir einen dafür geeigneten Piloten zur Verfügung hatten, der die Gegend sehr gut kennt, dort auch schon bei Tag flog und landete.» Die ganze Aktion sei so abgelaufen, wie ein Nachteinsatz ablaufen müsse.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.