REVISION: Das Lachner Aahorn soll revitalisiert werden

Das Umweltdepartement hat zusammen mit den betroffenen Interessensgruppen eine Revision des Nutzungsplanes Lachner Aahorn erarbeitet. Dabei wird grosses Gewicht auf den Naturschutz gelegt.

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Schützenswert: Das Lachner Aahorn von oben. (Bild mapsearch.ch)

Schützenswert: Das Lachner Aahorn von oben. (Bild mapsearch.ch)

In einer Arbeitsgruppe, in welcher der Bezirk March, die Gemeinde Lachen, die Genossame Lachen, der kantonale Fischereiverband, die AG Kraftwerk Wägital, die Schutzorganisationen sowie die zuständigen Stellen des Kantons vertreten waren, wurde die Revision des kantonalen Nutzungsplanes Aahorn erarbeitet. Im Zentrum der Revision stehen die Probleme Hochwasserschutz, Nutzungsentflechtung Erholung - Naturschutz und die Revitalisierung des Deltas, wie die Staatskanzlei mitteilt.

Geschiebe in der Wägitaler Aa
Im Bereich des Auengebietes Aahorn entstehen laufend Auflandungen von Geschiebe in der Wägitaler Aa. Aus Gründen des Hochwasserschutzes sind deshalb Kiesentnahmen nötig. Mit einer Rahmenbewilligung, welche diese Geschiebebewirtschaftung langfristig regelt, soll ein auf die Bedürfnisse des Auengebietes ausgerichteter Hochwasserschutz sichergestellt werden. Der revidierte Nutzungsplan schafft die Voraussetzungen, damit eine solche Rahmenbewilligung möglich wird.

Nutzungsentflechtung Erholung - Naturschutz
Das Deltagebiet Aahorn ist ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Gemeinde Lachen, heisst es weiter. Durch das zunehmende Erholungsbedürfnis halten sich jedoch immer mehr Besucher in den ökologisch empfindlichen Uferbereichen des Deltas auf, was zunehmende Störungen der Tierwelt mit sich bringt. Die im bestehenden Nutzungsplan enthaltene Besucherlenkung entspricht nicht mehr dieser Realität. Der revidierte Nutzungsplan begegnet dem Problem mit einer zeitgemässen Nutzungsentflechtung. Dabei sollen im Bereich der Brachsmenbucht attraktive Angebote für die Besucher des Aahorns geschaffen werden. Es ist geplant, einen Rundgang mit Holzsteg, Aussichtsturm und Informationselementen zu errichten und in so genannten Erholungszonen Sitzbänke oder Grillplätze zu ermöglichen. Im Gegenzug sollen im Deltabereich die Störungen auf ein Minimum reduziert werden. Aus diesem Grund bildet der direkte Weg zum Horn den einzigen Zugang zum Delta. Jedoch darf dieser während der Vogelbrutzeit (1. März bis 15. Juli) nicht begangen werden, um die Vögel in ihrem Brutgeschäft nicht zu stören.

Revitalisierung
Das Lachner Aahorn ist ein Auengebiet von nationaler Bedeutung, wie es weiter heisst. Durch die vorhandenen Dämme und das regelmässige Trockenfallen infolge der Stromproduktion kam die natürliche Dynamik im Deltagebiet fast zum Erliegen. Eine Revitalisierung des Deltas und die damit verbundene ökologische Aufwertung seien dringend notwendig. Ergänzend zur vorgesehenen Nutzungsentflechtung soll die Revitalisierung des Nordteils des Deltas durchgeführt werden. Dabei ist geplant, mit dem örtlichen Rückbau des Dammes und einem Geländeabtrag eine Initialisierung der Auendynamik zu erreichen.

Der Nutzungsplan Aahorn liegt vom 14. November bis zum 15. Dezember auf der Kanzlei der Gemeinde Lachen sowie auf dem Sekretariat des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei in Schwyz öffentlich auf. Während der Auflagefrist kann wer durch den Nutzungsplan in seinen Interessen berührt ist, beim Umweltdepartement schriftlich Einsprache erheben.

scd