Richtplan: Ibach will die Fahrenden nicht

Sollen die Fahrenden in Hinteribach einen Durchgangsplatz erhalten? Auf keinen Fall, sagt Kantonsrätin Marianne Betschart.

Drucken
Teilen
Die Ibächler Kantonsrätin Marianne Betschart auf dem ehemaligen Militärareal in Hinteribach, auf dem ein Durchgangsplatz für Fahrende entstehen könnte. (Bild Corinne Schweizer/Neue SZ)

Die Ibächler Kantonsrätin Marianne Betschart auf dem ehemaligen Militärareal in Hinteribach, auf dem ein Durchgangsplatz für Fahrende entstehen könnte. (Bild Corinne Schweizer/Neue SZ)

«Dieses Areal und die angrenzende Wiese sollen zu einem Durchgangsplatz für Fahrende werden», erklärt Marianne Betschart. Eine Vorstellung, die der CVP-Kantonsrätin aus Ibach gar nicht gefällt. Doch der zweite Teil des kantonalen Richtplans für die Region Rigi-Mythen sieht nun einen solchen Platz auf dem ehemaligen Militärareal, südlich des Landsgemeindeplatzes in Hinteribach vor. «Das werden wir aber auf keinen Fall akzeptieren», sagt Betschart kämpferisch. Und verweist auf die hängige Beschwerde des Einwohnervereins Ibach beim Regierungsrat.

Gleich neben Schiessplatz
Josef Pfyl, ehemaliger Schwyzer Gemeindepräsident und SP-Kantonsrat, vertritt den Einwohnerverein in dieser Sache: «In unserer Beschwerde kritisieren wir beispielsweise, dass das Hochwasserrisiko an der Muota nicht geklärt ist und dass die Lärmschutzbestimmungen neben dem Schiessplatz nicht eingehalten werden können», sagt er. Dass man den Fahrenden diese Situation zumuten wolle, sei sowieso nicht gerecht, findet er. «Jedes andere Gesuch an diesem Standort würde man aus diesen Gründen ablehnen», betont Pfyl.

Weiter sei die Zufahrtsstrasse mit ihrer maximalen Breite von 2.85 Metern zu eng für die Wohnmobile der Fahrenden. Der Standort befinde sich ausserdem in unmittelbarer Nähe von privaten Wohnräumen und er grenze bei der Muota an ein Naturschutzgebiet. «Es ist ja klar, dass sich die Fahrenden auch dort aufhalten werden», ist sich Pfyl sicher.

Es gehe nicht darum, die Fahrenden von Ibach fernzuhalten, betont Pfyl. «Was wir kritisieren, ist, dass die ganze Richtplanung konzeptlos ist, und dass keine anderen Standorte im Kanton geprüft werden.»

Corinne Schweizer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.