RIGI: 10'000 neue Bäume rund um die Rigi

Rund um die Königin der Berge werden in den nächsten Wochen und Monaten 10'000 neue Bäume gepflanzt. Prominente Botschafter sind Langläufer Dario Cologna und Miss Earth Schweiz Liza Andrea Kuster.

Pd/Rem
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Langläufer Dario Cologna und Miss-Earth Schweiz Liza Andrea Kuster pflanzen Bäume im Schutzwald an der Rigi. (Bild: Keystone)

Langläufer Dario Cologna und Miss-Earth Schweiz Liza Andrea Kuster pflanzen Bäume im Schutzwald an der Rigi. (Bild: Keystone)

In diesem Jahr werden in den Gebieten Rigi Nordlehne, Rigi Rotschuo, Rigi Südseite, Rufiberg Arth und ob Küssnacht am Rigi 10'000 Bäume angepflanzt. Am Freitag erfolgte im Rahmen des Projekts Aufforstung des Schutzwaldes der Startschuss auf der Seebodenalp. Neben weiteren prominenten Persönlichkeiten wirken auch die erfolgreiche Miss-Earth-Schweiz und Moderatorin Liza Andrea Kuster sowie der beste Schweizer Langläufer, Dario Cologna an vorderster Front mit. Gemeinsam pflanzten sie anlässlich der Feier die ersten Bäume an.

Langläufer Dario Cologna und Miss-Earth Schweiz Liza Andrea Kuster pflanzen Bäume im Schutzwald an der Rigi. (Bild: Keystone)

Langläufer Dario Cologna und Miss-Earth Schweiz Liza Andrea Kuster pflanzen Bäume im Schutzwald an der Rigi. (Bild: Keystone)

Finanziert werden die Bäume von der Helvetia-Versicherung. Die Kosten für die Versicherung belaufen sich auf einen mittleren sechsstelligen Bereich. Wer das Projekt unterstützen will, kann via Internet für zehn Franken eine Patenschaft übernehmen und ein Baumzertifikat erwerben. Mit dem Erlös werden weitere Bäume gepflanzt.

Nicht nur in der Zentralschweiz, sondern im ganzen Alpenraum und in vielen Teilen des Juras sind intakte Schutzwälder von existentieller Bedeutung. Gemäss der Fachstelle für Gebirgswaldpflege erfüllen 40 bis 60 Prozent des Waldes in den Schweizer Alpen Schutzfunktionen gegen Naturgefahren.

Kanton Schwyz immer wieder betroffen

Der Kanton Schwyz gehört bezüglich Naturgefahren zu den gefährdetsten Regionen der Schweiz. In den Berichten des Schweizerischen Elementarschadenfonds ist etwa zu lesen, dass besonders die Region um die Rigi immer wieder von Überschwemmungen, Murgängen, Steinschlag, Rutschungen und Lawinen betroffen ist.

Schon früh wurde in dieser Region der Zusammenhang von Waldbewirtschaftung und Naturgefahren erkannt. So wurde etwa um 1454 in der jetzigen Region Arth, am Hauptgewässer Rigi Aa, alles Holz „gebannt“. 1649 wurde eine Forstordnung verfasst.

Als die Bewohner von Gersau infolge Geldmangels im Jahre 1870 30'000 Bäume im Einzugsgebiet des Dorfbachs fällten, bekamen sie die Folgen nur drei Jahre später in Form von dramatischen Überschwemmungen zu spüren, die erhebliche Schäden im Dorfkern hinterliessen. Mit der Einführung des Eidgenössischen Forstgesetzes 1876 wurden solche Kahlschläge verboten. Das Beispiel zeigt, dass intakte Schutzwälder hohe volkswirtschaftliche Schäden verhindern oder minimieren können.

Miss-Earth Schweiz Liza Andrea Kuster und Langläufer Dario Cologna auf der Seebodenalp in Aktion (Bild: Keystone)

Miss-Earth Schweiz Liza Andrea Kuster und Langläufer Dario Cologna auf der Seebodenalp in Aktion (Bild: Keystone)