RIGI KULM: Achtjähriger stürzt 200 Meter in die Tiefe

Es geschah am Heiligen Abend des vergangenen Jahres: Der achtjährige Alec Tuchschmid hatte auf seinem Bob bei der Abfahrt von Rigi Kulm mehr als einen Schutzengel dabei.

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Schlittenfahrer starten zur Abfahrt von Rigi Kulm. (Archivbild Michael Buholzer/Neue SZ)

Schlittenfahrer starten zur Abfahrt von Rigi Kulm. (Archivbild Michael Buholzer/Neue SZ)

Etwa um 10 Uhr morgens war Alec mit seinem Vater Jürg von Rigi Kulm losgefahren. Der Achtjährige in seinem eigenen Bob, während der Vater mit dem fünfjährigen Bruder Cedric auf einem anderen Schlitten Platz genommen hatte, wie es in einem Portät in der «Schweizer Familie» (Ausgabe 09/09) heisst.

Nachdem der Vater Alec, der vorausgefahren war, nirgendwo auf der Piste mehr habe sehen können und zwei Stunden nach ihm gesucht hatte, sei über die Rigi-Bahnen die Rega alarmiert worden.

Zu Berghütte gekrochen
Ein Tiefflug über das Gebiet am frühen Nachmittag schliesslich bracht Gewissheit: Der Junge hatte eine Kurve nicht erwischt und war rund 200 Meter abgestürzt. Gegen 15 Uhr konnte Alec von einer Suchmannschaft schiesslich gefunden werden. Er hatte sich mehrere hundert Meter auf allen vieren zu einer Berghütte geschleppt. Er hatte ein Handgelenk gebrochen und sich Prellungen und Schürfungen im Gesicht zugezogen, war aber ansonsten heil.

«Es waren alle Engel unterwegs», wird Mutter Doris Tuchschmid im Artikel zitiert. Sie und ihre Familie würden an Heiligabend künftig zweimal Weihnachten feiern. Die Geburt Christi. «Und den Tag, an dem Alec zum zweiten Mal zur Welt kam.»

scd