RIO/BERLIN: Das ist der Flug seines Lebens

Die deutsche Weltmeister-Mannschaft ist heute Dienstag in Berlin gelandet. Am Steuerknüppel der Lufthansa-Maschine sass Markus Imlig aus Rickenbach SZ.

Geri Holdener
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Trainergattin Daniela Löw besuchte das Cockpit auf dem Hinflug. (Bild: PD)

Trainergattin Daniela Löw besuchte das Cockpit auf dem Hinflug. (Bild: PD)

Deutschland macht sich auf eine riesige Willkommensfeier gefasst. Die Fussball-Nationalmannschaft ist nach dem sensationellen 1:0-Sieg gegen Argentinien auf dem Heimweg – als Weltmeister. Die Nationalelf unter Joachim Löw wird heute Dienstagmorgen auf dem Flughafen in Berlin erwartet.

Exklusiver Platz für Trainer Löw

Die Fussballer fliegen stilvoll in einem nigelnagelneuen Jumbo-Jet der Lufthansa, mit der Boeing 747-8 «Potsdam». Der Sonderflug LH2014 des Deutschen Fussball-Bunds war am Montagnachmittag (Ortszeit) in Rio de Janeiro gestartet. Im Cockpit sitzt eine handverlesene Dreiercrew unter Kapitän Uwe Strohdeicher. «Der Chef-Pilot hat seine Leute selbst ausgesucht», so Lufthansa-Sprecher Aage Dünhaupt zum «Boten». Auf dem rechten Pilotensitz nimmt Markus Imlig Platz. Als Senior First Officer wird der 38-jährige Rickenbächler für einen Streckenabschnitt als fliegender Pilot verantwortlich sein. Eine 23-köpfige Crew kümmert sich auf dem 10 000-Kilometer-Flug um das Wohl der deutschen Nationalelf und der ganzen Entourage.

Grosser Empfang in Berlin

Der Jumbo bietet Platz für 386 Passagiere. Die exklusive First Class hat acht Plätze. Ein Sitz ist reserviert für Bundestrainer Jogi Löw. Er wird den goldenen WM-Pokal wohl nicht aus den Augen lassen. Zurück in Deutschland, geht die Party erst richtig los. Die Flughafenfeuerwehr von Berlin Tegel hat dem WM-Jumbo eine feierliche Flugzeugdusche angeboten. Am Gate wartet der Mannschaftsbus. 600 Polizisten werden den 10 Kilometer langen Abschnitt vom Flughafen bis zum Brandenburger Tor sichern. Dort ist dann die grosse Empfangsfeier geplant. Man erwartete mehrere hunderttausend Gäste.

Pilot Imlig hat dann schon Feierabend. Er machte seine Ausbildung zum Linienpiloten vor 15 Jahren, liess sich dann zum Fluginstruktor weiterbilden. Seit 2002 arbeitet der Innerschwyzer als Pilot für die Lufthansa. Von der deutschen Mannschaft erhielt er Freikarten für den WM-Final. Die packende Partie im Maracanã-Stadion erlebte er hautnah mit. Gefeiert wurde nachher auch noch, aber nur kurz. Dann musste sich Imlig im Hotel ausruhen. Auf dem Programm am Montagmorgen stand eine seriöse Flugvorbereitung.

Unterwegs im «Siegerflieger»

Am späteren Montagnachmittag hob die rund 400 Tonnen schwere Maschine ab. Der Jumbo wurde eigens umgespritzt. «Siegerflieger» steht jetzt drauf, der Abschluss einer gross angelegten Fan-Aktion der deutschen Airline. Ein Teil der Lufthansa-Flotte wurde vorübergehend umbenannt in «Fanhansa».

Hinweis

Mehr zu den deutschen Fussball-Weltmeistern lesen Sie im Sportteil ab Seite 32.

Ab 9 Uhr sehen Sie den Empfang der deutschen Nationalmannschaft und die Feier vor dem Brandenburger Tor live aufwww.luzernerzeitung.ch/bonus