ROSSBERG: Grosseinsatz für Orchideenpracht

Im Goldauer Bergsturzgebiet entsteht ein 115 Hektaren grosses Waldreservat. Orchideen und Insekten können davon profitieren.

Jürg Auf der Maur
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Im Sonderwaldreservat am Rossberg werden Bäume und Sträucher gezeichnet und gefällt, um Orchideen und Insekten Licht und Platz zu geben. Bild: Jürg Auf der Maur

Im Sonderwaldreservat am Rossberg werden Bäume und Sträucher gezeichnet und gefällt, um Orchideen und Insekten Licht und Platz zu geben. Bild: Jürg Auf der Maur

Jürg Auf der Maur

«Würden wir nicht periodisch eingreifen, würden sich über kurz oder lang Laub- und Nadelhölzer durchsetzen und den licht- und wärmebedürftigen Orchideen und Insekten den Lebensraum entziehen», sagt Thomas Hertach. Der Goldauer vom Schwyzer Amt für Wald und Naturgefahren (AWN) leitet ein grosses Schutzprojekt im Goldauer Bergsturzgebiet.

Auf rund 40 Hektaren werden gezielt Eingriffe vorgenommen, Laub- und Fichtenbäume entfernt, um den Orchideen und Insekten ihre Lebensräume zu bewahren. Zurzeit ist eine weitere Etappe im Gange. Das gefällte Holz muss teilweise mit Helikoptern aus dem Gebiet geflogen werden.

115 Hektaren grosses Waldreservat

Das Grossprojekt läuft seit 2006. Mit der Zustimmung verschiedener Waldbesitzer konnten rund 115 Hektaren Waldreservat ausgeschieden werden. In einem 70 Hektaren grossen Naturwaldreservat bleibt alles dem Lauf der Geschichte überlassen, während es im 40 Hektaren grossen Sonderwaldreservat zu den laufenden gezielten Eingriffen kommt.