ROTENFLUEBAHN: Pläne der neuen Mittelstation überarbeitet

Die Rotenfluebahn Mythenregion AG hat die Pläne für die neue Mittelstation im Rätigs überarbeitet. Da sich der Bau in einem Rutschhang befindet, werden die Bewegungen permanent gemessen. Das neue Baugesuch ist in Bern bereits eingereicht worden.

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So sieht die überarbeitete Version der Mittelstation der Rotenfluebahn aus. (Bild: Visualisierung PD)

So sieht die überarbeitete Version der Mittelstation der Rotenfluebahn aus. (Bild: Visualisierung PD)

Bei der Gondelbahn auf die Rotenflue wird der Neubau der Mittelstation im Gebiet Rätigs zur Messung der Baugrundbewegung mit sogenannten Inklinometern optimiert. Wie die Rotenfluebahn Mythenregion AG am Freitag mitteilte, wird diese Massnahme aufgrund der Resultate aus eigens dafür durchgeführten Spezialmessungen getroffen.

«Wir wussten schon immer, dass wir die Bahn streckenweise in einen Rutschhang bauen, auch die Mittelstation. Aufgrund der im vergangenen Jahr getätigten Messungen können wir das Rutschverhalten und die Ausdehnung der Rutschmasse heute noch genauer beurteilen», sagt Verwaltungsratspräsidentin Nathalie Henseler. Gemäss Langzeitmessungen beträgt die Rutschung  ca. 20 cm im Jahr.

Die Überarbeitung sieht ein auf zwei Einzelfundamenten gelagertes Brückenbauwerk vor, welches von den bergwärts fahrenden Gondeln durchfahren wird. Laut Mitteilung hat die Projektanpassung den Vorteil, dass der Einschnitt in den Boden viel kleiner wird.

Ursprünglich war bei der bereits bewilligten Mittelstation eine durchgehende Betonwanne vorgesehen, jetzt gibt es nur noch zwei einzelne Fundamente auf sogenannten Mikropfählen. Auf diesen Fundamenten kann die Konstruktion einfacher den Rutschungen entsprechend nachjustiert werden.

Auch aus umwelttechnischer Sicht weist das optimierte Projekt nach Angaben von Henselker Vorteile auf. Mit dem gewählten System muss die Böschung nicht mehr so umfangreich wie ursprünglich geplant abgetragen werden. Zudem wird massiv weniger Boden versiegelt als bisher angenommen.

pd/zim