ROTHENTHURM: Bäume kontra Moorschutz

Derzeit laufen verschiedene Massnahmen zur Pflege der Moorlandschaft in Rothenthurm. Vor allem die ihrer Rinde entledigten Bäume erregen Aufmerksamkeit.

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Das geschützte Rothenthurmer Hochmoor ist zu trocken. Mitschuldig sind die im Moor wachsenden Zitterpappeln. (Bild pd)

Das geschützte Rothenthurmer Hochmoor ist zu trocken. Mitschuldig sind die im Moor wachsenden Zitterpappeln. (Bild pd)

«Geringelte» Zitterpappeln reihen sich inmitten der idyllischen Moorlandschaft aneinander. Die entrindeten Bäume haben zu Reaktionen bei Passanten geführt. «Grund für die Massnahme ist der Schutz und Erhalt des Moores», sagt Annemarie Sandor von der Abteilung Natur- und Landschaftsschutz des kantonalen Amtes für Natur, Jagd und Fischerei.

«Geringelt» sind die Pflanzen nicht mehr fähig, Nährstoffe anzureichern und werden geschwächt. Auch Sandor meint, dass diese Art für die Pflanzen relativ grausam ist. «Es ist allerdings die für uns effektivste und kostengünstigste Methode.» Fällt man eine gesunde Zitterpappel, spriessen aus den Wurzeln etliche neue Pflanzen, wie bei einer Medusa, so Sandor.

Dass solche Eingriffe zu gemischten Reaktionen führen, ist sie sich bewusst. «Beim Moorschutz geht es um den Schutz einer bestimmten Art von Kulturlandschaft und nicht darum, die Natur einfach machen zu lassen», sagt sie. Ansonsten würde das Moor verwalden.


Philipp Fanchini

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag, 14. November in der «Neuen Schwyzer Zeitung».