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ROTHENTHURM: Facettenreiche Muskelmänner

Das Buch «Ein Dorf schwingt mit» porträtiert die Schwinger der Region Rothenthurm. Unverblümt zeigen darin die Protagonisten ihre Welt.
Sandro Portmann
Rothenthurmer Schwinger (von links): Alex Schuler, Christian Schuler, Philipp Schuler, Martin Grab und Daniel Schuler. (Bild Nadia Schärli)

Rothenthurmer Schwinger (von links): Alex Schuler, Christian Schuler, Philipp Schuler, Martin Grab und Daniel Schuler. (Bild Nadia Schärli)

Im Sägemehl kommen sich die Schwinger sehr nahe. Dasselbe schaffen auch zwei Autorinnen mit dem kürzlich erschienenen Buch «Ein Dorf schwingt mit». Dieses nimmt den Leser mit zur Schwingerhochburg Rothenthurm. Um mehr über die Personen zu erfahren, die sich im Sägemehl messen, sitzen die Autorinnen zu den Schwingern an den Stammtisch oder klingeln bei ihnen zu Hause. Es entstanden 13 Porträts von aktiven und ehemaligen Schwingern. Und auch die Region wird im Buch mit Text und Bild kurz vorgestellt.

Im Buch erzählen die Muskelmänner von ihren Werten und Träumen – aber auch von ihrem Glauben und ihren Ängsten. So verrät etwa Philipp Schuler etwas über seine Platzangst und sagt: «Eigentlich bin ich mir bewusst, dass ich mich bloss in diese negativen Gedanken reinsteigere, aber ich kann es nicht immer kontrollieren.» Auch geben die Schwinger Einblick, mit welchen Ritualen sie sich auf einen bevorstehenden Kampf vorbereiten. Christian Schuler sitzt dazu gerne auf das Bänkli bei der Kapelle Kreuzegg in Rothenthurm. «Wenn ich dann jeweils wieder ins Dorf runtergehe, habe ich in mir dieses Gefühl, das es bald losgeht und der Wettkampf kurz bevorsteht. Das ist für mich ein gutes Ritual, mit welchem ich mich in Schwingfeststimmung versetzen kann», sagt er. Die Gespräche mit den Schwingern zeigen auf, wie facettenreich und unterschiedlich diese sind. Dies zeigt sich beispielsweise bei den Vorstellungen von Gott. Trotz diesen Unterschieden verbindet alle Porträtierten eine gewisse Wertevorstellung, die sie bereits in ihrer Kinderstube mitbekommen haben.

Den Personen gerecht werden

Die Idee des Buches stammt von Silvia Schuler, die in eine Schwingerfamilie geboren wurde. Rahel Schnüriger und Karin Schuler haben die Texte verfasst, Philipp Schuler die Fotos geschossen, Matthias Schnüriger und Iwan von Rickenbach, die zusammen unter dem Firmennamen Tells Söhne auftreten, waren für das Layout zuständig.

Etwa vier Monate haben die Buchmacher an ihrem Werk gearbeitet. «Uns war allen wichtig, ein Buch zu machen, in dem es nicht nur ums Schwingen und um Technik geht. Uns war es wichtig, die Menschen hinter dem Sport zu zeigen, welche Werte sie haben und wie sie leben», erklärt die Autorin Rahel Schnüriger. Doch die körperliche Technik ist nur das eine: «Wir wollten auch wissen, wie wichtig der Kopf beim Schwingen ist.» Dass sie die Schwinger auch persönlich kennt, entpuppte sich beim Porträtieren sowohl als Vor- als auch als Nachteil. «Es war zwar einfacher, ins Gespräch zu kommen, doch das Schreiben war dann schwieriger, da ich versucht habe, der Persönlichkeit gerecht zu werden», so die Autorin. Mit dem Ergebnis ist sie jedoch «sehr zufrieden». Das Buch blickt hinter den Schwingsport und zeigt die Bauern, Metzger, Gefängniswärter oder Ehemänner dahinter.

Hinweis

«Ein Dorf schwingt mit» umfasst 72 Seiten und ist für 35 Franken in mehreren Dorfläden sowie im Mythen-Center oder in der Tau-Buchhandlung in Schwyz erhältlich. Weitere Infos unter www.eindorfschwingtmit.ch

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