ROTHENTHURM: Wintersport-Sabotage: Wer streute den Kies auf die Loipe?

Unbekannte haben die Strecke des Rothenthurmer Volksskilaufs mit Kies sabotiert. «Es hätte Verletzte geben können», sagen die Organisatoren. Sie haben die Polizei eingeschaltet.

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Ein Zwischenfall trübte die Freude: Der 49. Rothenthurmer Volksskilauf. (Archivbild Konrad Schuler)

Ein Zwischenfall trübte die Freude: Der 49. Rothenthurmer Volksskilauf. (Archivbild Konrad Schuler)

Christoph Clavadetscher

Der Rothenthurmer Volksskilauf vom Sonntag war eigentlich ein voller Erfolg: traumhaftes Wetter, ideale Bedingungen, über 500 Teilnehmer, Spitzenathleten am Start und gute Stimmung. Ein Makel haftet dem Anlass aber an, vor Beginn des Rennens wurde nämlich die Loipe sabotiert. Rund vier Kilometer vor dem Ziel sei auf einer Länge von 20 Metern Kies gestreut worden, wie OKP Franz Philipp gegenüber dem «Boten» bestätigte. «Dass jemand dazu fähig ist, damit hätten wir niemals gerechnet», staunt Franz Philipp.

Bei dieser Passage sind die besten Athleten – immerhin Weltcupläufer – etwa mit 30 Kilometern pro Stunde unterwegs. «Wer immer das auch war, diese Person nahm in Kauf, dass es Verletzte gibt», führt Franz Philipp aus. Es wäre wohl zu einem Massensturz gekommen.

Die Organisatoren haben die Sabotage noch rechtzeitig bemerkt und konnten die Strecke bereinigen. Das Rennen konnte dann mit 30 Minuten Verzögerung dennoch gestartet werden.

Für das OK ist der Fall aber noch nicht abgeschlossen. «Dass jemand mutwillig Sportler verletzen will, geht gar nicht. Das können, wollen und werden wir nicht tolerieren. Deswegen reichen wir Strafanzeige gegen unbekannt ein», betont Franz Philipp. Da dieser Abschnitt auf Zuger Boden liegt, wird die Anzeige der Kantonspolizei Zug eingereicht.

Das OK sei zudem froh um jegliche Hinweise, die zum Aufklären des Falls beitragen. «Wer etwas gesehen hat, soll sich bitte mit uns in Verbindung setzen», so Philipp.