Ruderboot auf dem Zugersee gekentert: Vier Frauen im Spital

Auf dem Zugersee bei Oberwil ist am Freitagvormittag ein Ruderboot gekentert. Vier Frauen mussten aus dem Wasser gefischt und ins Spital gebracht werden. Es rückten Rettungskräfte aus den Kantonen Zug und Schwyz aus. Verletzt wurde niemand.

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Die Einsatzkräfte konnten die vier Frauen schnell bergen. (Bild: Zuger Polizei, 8. März 2019)

Die Einsatzkräfte konnten die vier Frauen schnell bergen. (Bild: Zuger Polizei, 8. März 2019)

Das Drama spielte sich am Freitagvormittag kurz vor 10.45 Uhr ab. Im Gebiet Stolzengraben auf der Höhe Oberwil war ein Sportruderboot auf dem Zugersee gekentert. Die Freiwillige Feuerwehr Zug rückte mit ihrem Rettungsboot aus, um die vier im Wasser treibenden Personen zu bergen. Die vier Frauen im Alter von 49 bis 65 Jahren befanden sich rund 40 Meter vom Ufer entfernt im Wasser. Sie konnten sehr schnell von der Seerettung der Zuger Feuerwehr geborgen werden.

«Es wird niemand vermisst», bestätigt der Zuger Polizeisprecher Frank Kleiner. Die Retter brachten die Geborgenen bei der Schiffsstation in Oberwil sicher ans Ufer. Vor Ort waren mehrere Rettungswagen aus den Kantonen Zug und Schwyz. Der Verkehr auf der Artherstrasse lief für kurze Zeit einspurig.

Dank dem schnellen Eingreifen sämtlicher Rettungskräfte konnte Schlimmeres verhindert werden. Die vier Frauen waren zum Zeitpunkt der Rettung stark unterkühlt aber nicht verletzt. Nach der medizinischen Erstversorgung wurden die Frauen in zwei verschiedene Spitäler eingeliefert.

Die Gekenterten hätten Glück im Unglück gehabt, sagte die Zuger Polizei auf Anfrage. Sie seien mehrere Minuten im Wasser geschwommen. Zur Unfallursache konnte der Polizeisprecher noch keine Angaben machen. Es habe auf dem Zugersee Wellengang geherrscht. Der Zugersee ist laut meteonews.ch aktuell um die 5 Grad kalt (Stand 7. März, 13 Uhr). Bei diesen Temperaturen droht nach einer halben Stunde Bewusstlosigkeit.

Im Einsatz standen Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Zug FFZ (Seerettung) sowie mehrere Mitarbeitende der Rettungsdienste Zug und Schwyz und der Zuger Polizei, unter anderem Spezialisten der Gewässerpolizei und Umwelt. (gh/pd/sda)

Die vier Frauen wurden in zwei verschiedene Spitäler eingeliefert. (Bild: Geri Holdener, Bote der Urschweiz)

Die vier Frauen wurden in zwei verschiedene Spitäler eingeliefert. (Bild: Geri Holdener, Bote der Urschweiz)

Mehrere Rettungswagen rückten aus. (Bild: Geri Holdener, Bote der Urschweiz)

Mehrere Rettungswagen rückten aus. (Bild: Geri Holdener, Bote der Urschweiz)